Helmut Robers auf EM-Route
„Fühle mich wie ein Popstar“

Lille/ Münster -

Er ist der radelnde Nikolaus und der verrückte Fußballfreak. Helmut Robers ist jetzt mit seinem Rad in Frankreich unterwegs.

Dienstag, 14.06.2016, 20:06 Uhr

Helmut Robers ist ein beliebtes Fotomotiv, wenn er wie hier in Lille mit seinem Fan-Rikscha in Frankreich auftaucht.
Helmut Robers ist ein beliebtes Fotomotiv, wenn er wie hier in Lille mit seiner Fan-Rikscha in Frankreich auftaucht. Foto: hpe

Winkend und mit einem breitem Grinsen im Gesicht dreht Helmut Robers vor dem Stade Pierre-Mauroy in Lille seine Runden. 400 Kilometer hat er für diesen Moment hinter sich gebracht. Mit der Rikscha ist der 58-Jährige aus Münster zum ersten Gruppenspiel der Deutschen Nationalmannschaft gegen die Ukraine angereist. Eine Woche liegt hinter dem „Echten Fan“, wie er sich mit einem schwarz-rot-goldenen Schild präsentiert.

In Münster ist Helmut Robers bereits bekannt wie ein im wahrsten Sinne bunter Hase. In erster Linie jedoch als Weihnachtsmann: „Ich spiele seit sechs Jahren den verkleideten Weihnachtsmann in Münster und bin auch dort regelmäßig mit meiner Rikscha unterwegs“, berichtet er stolz.

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  • Foto: Lisa Oenning
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: mm
  • Helmut Robers in seinen verschiedenen Outfits ist in Münster bekannt.

  • Helmut Robers in seinen verschiedenen Outfits ist in Münster bekannt.

  • Helmut Robers in seinen verschiedenen Outfits ist in Münster bekannt.

  • Helmut Robers in seinen verschiedenen Outfits ist in Münster bekannt.

  • Helmut Robers in seinen verschiedenen Outfits ist in Münster bekannt.

  • Helmut Robers in seinen verschiedenen Outfits ist in Münster bekannt.

  • Helmut Robers in seinen verschiedenen Outfits ist in Münster bekannt.

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  • Helmut Robers in seinen verschiedenen Outfits ist in Münster bekannt.

  • Helmut Robers in seinen verschiedenen Outfits ist in Münster bekannt.

  • Helmut Robers in seinen verschiedenen Outfits ist in Münster bekannt.

  • Helmut Robers in seinen verschiedenen Outfits ist in Münster bekannt.

  • Helmut Robers in seinen verschiedenen Outfits ist in Münster bekannt.

  • Helmut Robers in seinen verschiedenen Outfits ist in Münster bekannt.

  • Helmut Robers in seinen verschiedenen Outfits ist in Münster bekannt.

Die Europameisterschaft in Frankreich ist nicht das erste große Fußball-Event, welches der Münsteraner mit seinem geschmückten Gefährt ansteuert: „Ich bin Bayern-München-Fan und war 2013 beim Wembley Finale in London, als Bayern den Champions-League-Titel gegen Dortmund gewonnen hat. Ich bin also schon von Münster nach London gefahren. Da habe ich mir gedacht, dass Paris ähnlich weit entfernt ist.“

Bei seiner Tour quer durch Belgien hat er eine Woche benötigt, um die französische Grenze zu passieren. Durch die vielen Begegnungen auf dem Weg dorthin habe sich jeder Kilometer gelohnt: „Ich bin mir vorgekommen wie ein Popstar. Ich bin an jeder Ecke angehupt worden und wurde ständig fotografiert, das war sensationell. Obwohl die EM noch gar nicht angefangen hatte, gab es ganze Hupkonzerte, wie beim Autokorso nur mit der Rikscha“, so Robers weiter.

Auf seiner Rikscha hat Helmut Robers einen Tannenbaum befestigt, den er an Ostern mit Ostereiern und zur Weihnachtszeit mit Christbaumkugeln dekoriert. Dazu kommen zahlreiche Kuscheltiere, Hüte und Plakate. „Anfangs war der Baum grün, zwischenzeitlich braun, jetzt ist er bunt geschmückt. Er war damals schon in Wembley mit dabei, und jetzt darf dieser Baum auch Frankreich erleben. Der Rest der Sachen kommt vom Schrottplatz oder vom Sperrmüll.“

Seine Reise verlief allerdings nicht immer reibungslos: „Beim Fußball gibt es die Doppel-Sechs, bei meiner Rikscha mittlerweile eine Doppel-Acht. Sie quiekt, als wenn sie Schmerzen hätte.“ Seine Laune und Leidenschaft zum Fußball trübt das jedoch nicht: „Mich fasziniert diese Emotionalität bei solchen Ereignissen. Beim Fußball habe ich Männer weinen sehen“.

Lille, der erste Spielort der Deutschen Nationalmannschaft, soll jedoch nicht die letzte Station seiner Rikscha-Route sein: „Mein Ziel ist es, am Donnerstag in Paris einzufahren, um dort auch beim Spiel zwischen Deutschland und Polen dabei zu sein.“

Tickets, um im Stadion dabei zu sein, hat er leider nicht. Und dennoch ist er mit seiner Rikscha ganz nah dran.

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