Temperatursensor mit Internetanschluss
Der Dortmund-Ems-Kanal twittert jetzt, wie kalt er ist

Münster -

Über 30 Grad - da zieht es viele in Münster zum Kanal. Aber ist das Wasser nicht noch viel zu kalt? Die neue Webseite wiekaltistderkanal.de gibt Antwort.

Donnerstag, 23.06.2016, 17:06 Uhr

Temperatursensor mit Internetanschluss : Der Dortmund-Ems-Kanal twittert jetzt, wie kalt er ist
An Sommertagen suchen viele Münsteraner Abkühlung im Kanal. Auf einer neuen Internetseite kann man sich vorab informieren, wie kalt das Wasser ist. Foto: Matthias Ahlke

Passend zu den sommerlichen Temperaturen ist in Münster die neue Webseite wiekaltistderkanal.de gestartet. Ingomar Otter , der sich sonst bei Freifunk Münster für freien WLAN-Zugang in der Stadt einsetzt, hat nach einiger Tüftelei am Mittwoch einen Sensor im Kanal platziert. Ein Meter unter der Wasseroberfläche am Stadthafen 2 wird die Temperatur gemessen und live ins Internet übertragen.

Einen eigenen Twitter-Account hat der Sensor auch schon.

Temperatursensor im Kanal

Temperatursensor im Kanal Foto: CC-BY-SA Freifunk Münster

Unter dem Pseudonym @DortmundEms meldete er sich am Donnerstagmorgen zu Wort: „Guten Morgen Münster! Solltet ihr heute ins Schwitzen kommen so kommt mich besuchen. Ich habe erfrischende 21 Grad!“

 

Münster genießt den heißen Sommer am Dortmund-Ems-Kanal

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Internet der Dinge

Den Tweet hat das kleine Kästchen im Kanal natürlich nicht selbst verfasst, sondern Ingomar Otter. Für den 47-jährigen Münsteraner, der bei einer Digital-Agentur in Düsseldorf arbeitet, ist die Temperatursonde auch der Versuch, die Möglichkeiten des „Internets der Dinge“ bekannter zu machen. Dass dazu eben nicht nur die populären Fitness-Armbänder oder Heizungssteuerungen gehören.

Neben dem freien WLAN haben die Freifunker in Münster nämlich jüngst ein weiteres drahtloses Netzwerk eingerichtet. Über das „LoRaWAN“ können Maschinen ans Internet angebunden werden. Das Netz steht allen Münsteranern kostenlos zur Verfügung. Ein nächstes Projekt der Freifunker: den Pegelstand der Aa messen.

Funkstandard LoRaWAN

Das von den Freifunkern in Münster errichtete Netz steht allen Bürgern und Unternehmen in Münster kostenlos zur Verfügung. In den nächsten Wochen soll das LoRaWAN noch weiter ausgebaut werden. Die Vorteile gegenüber anderen Technologien: Die „Router“, mit denen die Sensoren kommunizieren, haben eine hohe Reichweite von bis zu vier Kilometern und der Stromverbrauch ist so gering, dass auch Geräte, die mit Batterien oder - wie das Gerät am Kanal - mit einer kleinen Solarzelle betrieben werden, internetfähig werden.

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Neues Netz mit Funkstandard LoRaWAN in Münster

Neues Netz mit Funkstandard LoRaWAN in Münster Foto: http://ttnmapper.org/CC-BY-SA Freifunk Münster

Das kleine Messgerät im Kanalwasser wird künftig einen Tweet aus dem Kanal absenden. Und das dürfte nicht nur Technikaffine interessieren, sondern auch alle, die ein wenig Abkühlung im Kanal suchen. 

Baden im Kanal

Das Schwimmen im Dortmund-Ems-Kanal wird von der Eigentümerin der Wasserstraße, der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes grundsätzlich toleriert. Mit einigen Ausnahmen: Im Bereich von Wehren und Hafenanlagen, im Schleusenbereich sowie 100 Meter ober- und unterhalb von Brücken ist das Baden nicht erlaubt. Auch das Springen von Brücken ist demzufolge verboten, genau wie das Anschwimmen von Schiffen. Die Wasserschutzpolizei ahndet Fehlverhalten mit Ordnungswidrigkeits – oder Strafverfahren. Erwischte Schiff-Schwimmer und Brückenspringer müssen mit saftigen Bußgeldern rechnen.

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Mit kühlem Kopf durch den Sommer kommen – wie das geht, zeigen zwei Infoblätter des städtischen Gesundheitsamtes .

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