Debütalbum von Trade Wind
Der Passat des Posthardcore

Münster -

Am Wochenende tritt Jesse Barnett mit seiner Band Stick to Your Guns beim Vainstream auf. Knapp zwei Wochen später erscheint das Debüt-Album der Zweitband des Sängers und Gitarristen. Trade Wind heißt die Gruppe und der dazugehörige Longplayer „You Make Everything Disappear“.

Montag, 27.06.2016, 19:06 Uhr

„Trade Wind“ um Sänger und Gitarrist Jesse Barnett (2.v.l.). Mit seiner Stammband „Stick to Your Guns“ tritt der Wahl-Kanadier am Samstag beim Vainstream-Festival auf.
„Trade Wind“ um Sänger und Gitarrist Jesse Barnett (2.v.l.). Mit seiner Stammband „Stick to Your Guns“ tritt der Wahl-Kanadier am Samstag beim Vainstream-Festival auf. Foto: EndHitsRecords

Bist du mit deiner Band Stick to Your Guns nicht ausgelastet?

Jesse Barnett : (lacht) Ich kann einfach nicht aufhören, ich muss immer Musik machen. Das muss angeboren sein: Ich fühle mich wie Bäume, die auf ihre Art und Weise Sauerstoff produzieren, auch ohne darüber nachzudenken.

Die Musik von Trade Wind ist unterschiedlich zu der von STYG. Wie würdest du die Unterschiede beschreiben?

Jesse: Ich glaube, dass Leute, die die eine Band gutfinden, die andere auch mögen. Trade Wind hat eine sanftere Stimmung, aber ist deswegen nicht weniger leidenschaftlich. Mit Trade Wind bin ich in der Lage einen anderen Teil meines Herzens und meines Geistes abzuklopfen und zu experimentieren. Bei STYG kann ich das in der Art nicht, aber dennoch kommt es der Band zu Gute, weil es für mich erfrischend ist.

Du genießt also die Freiheiten, die du bei Trade Wind hast?

Jesse: Bei Trade Wind spiele ich ja Gitarre und singe. Deshalb kann ich nicht wie ein Verrückter über die Bühne rennen. Es ist chilliger. Ich finde es cool, Musik mit anderen zu machen. Nicht falsch verstehen: Es ist nicht so, dass es mit der anderen Band langweiliger ist. Es ist nur ein anderes Gefühl. Ich spiele gerne in beiden Bands.

Die erste EP von Trade Wind („Sufer Just To Believe“) habt ihr 2014 veröffentlicht. Das ist zwei Jahre her. Was hat so lange gedauert, jetzt das Album zu veröffentlichen?

Jesse: Ich finde zwei Jahre gar nicht so lange (lacht). Trade Wind ist einfach so passiert. Plötzlich. Wir wussten nicht, wie die Band klingen sollte, wir wussten nicht, wie Leute auf sie reagieren würden. Wir wussten absolut nicht, was sie überhaupt sein sollte, weil sie von heute auf morgen einfach da war. Die EP haben wir in fünf Tagen eingespielt. Völlig verrückt. Wir haben in Schichten gearbeitet, sodass einige schlafen und die anderen arbeiten konnten, um dann wiederum zu wechseln. Unser armer Bassist Randy allerdings hatte gar keine Pausen, weil er nicht nur gespielt, sondern auch produziert und aufgenommen hat.

Refklektiert der Song „Tatiana (I Miss You So Much )“ persönliche Erfahrungen?

Jesse: Ja, genau. Ich habe und durchlebe noch eine harte Zeit der Trennung. Ich weiß nicht, wie man besser damit umgehen kann, als darüber einen Song zu schreiben.

Beobachtest du die französische Musikszene?

Jesse: Ich lebe in Montreal . Quebec hat eine großartige Musikszene. Eine Welt für sich. Und ja, ich mag französische Musik. Ich genieße überhaupt Französisches. Ich liebe die Sprache. Und ich bin froh, dass wir etwas davon in unsere Musik übertragen konnten.

Wie seid ihr auf den Namen Trade Wind gekommen?

Jesse: Gute Frage: Ich habe keine Idee. Ich finde, er klingt cool und Tom war einverstanden.

Soll es eine Tour mit Trade Wind geben?

Jesse: Ja. Wir sind im Juli auf US- und im Oktober auf Europa-Tour. Im Februar geht es dann nach Australien.

Am Samstag spielst du mit Stick to Your Guns auf dem Vainstream. Was erwartest du?

Jesse: Wir haben da bereits gespielt. Es ist immer verrückt. Ich erwarte auch nicht weniger.

Was sind deine Pläne mit Trade Wind?

Jesse: Das Gleiche, was wir gestern gemacht haben: Wir versuchen, die Welt zu übernehmen (lacht).

Zum Thema

Vainstream-Rockfest, Samstag 2. Juli, Am Hawerkamp, Einlass 9 Uhr

...
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4116104?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F4847812%2F4847824%2F
1100 vertrauliche Mails mitgelesen
Das Auslesen des Passwortes machte es möglich, sich Zugriff auf das Mailkonto des Greveners zu verschaffen. Der Täter soll pikanterweise ein Familienmitglied sein.
Nachrichten-Ticker