Feier im Canisiushaus
Abschied vom Canisiushaus

Münster -

Der geistliche Beirat und Rektor des Canisiushauses, Heinz Withake, geht in den Ruhestand. Am Samstag feiert er sein goldenes Priesterjubiläum im Canisiushaus.

Freitag, 01.07.2016, 07:07 Uhr

Herz und Humor zeichnen den emeritierten Pfarrer Heinz Withake (r.) aus, der am Samstag im Canisiushaus seinen Abschied sowie sein goldenes Priesterjubiläum feiert. Im Bild mit Bruder Helmut Zech, Leiter der Ordensgemeinschaft der Canisianer.
Herz und Humor zeichnen den emeritierten Pfarrer Heinz Withake (r.) aus, der am Samstag im Canisiushaus seinen Abschied sowie sein goldenes Priesterjubiläum feiert. Im Bild mit Bruder Helmut Zech, Leiter der Ordensgemeinschaft der Canisianer. Foto: mm

Kernig und humorvoll, bodenständig und den Menschen auf Augenhöhe zugewandt. So kennt man ihn, so schätzt man ihn, den fußballbegeisterten Geistlichen, der sein Leben Gott geweiht hat. Pfarrer Heinz Withake sagt nun Posten und Positionen ade. „Ich bin im März 75 geworden und Emeritus.“ Am Samstag (2. Juli) läutet er seinen Ruhestand ein mit einem Festgottesdienst um 10 Uhr im Canisiushaus in der Aaseestadt. Gleichzeitig feiert er sein goldenes Priesterjubiläum . Am Hochfest Peter und Paul (29. Juni) empfing er vor 50 Jahren vom damaligen Bischof Joseph Höffner das Sakrament der Priesterweihe. Zu den insgesamt 36 Weihekandidaten zählte auch der emeritierte Erzbischof von Hamburg, Dr. Werner Thissen.

Als geistlicher Beirat und Rektor des Canisiushauses hat der Diözesanpriester mit den Ordensbrüdern sein Leben geteilt. In seiner bescheidenen Art empfand sich Withake nicht als Dirigent, sondern als Begleiter. Er war Ansprechpartner, zuständig für die Gottesdienste und die Ausbildung des Ordensnachwuchses. Gleichzeitig war er 25 Jahre in der Schulabteilung des Bistums tätig. Sein Nachfolger im Canisiushaus wird Ende August Ludger Bornemann, der als geistlicher Leiter der Pilgerstätte Tabgha am See Genezareth in Israel wirkte. Heinz Withake hat sich auch als geistlicher Beirat der Katholischen Elternschaft Deutschlands verabschiedet.

Wovon er sich nicht verabschiedet sind seine Maiandachten im Mühlenhof und der Erntedankgottesdienst in St. Lamberti in plattdeutscher Mundart. „Ich mache auch im Kirchenfoyer weiter“, sagt Withake, der es als angenehm empfindet, nicht mehr ein Bündel von amtlichen Verpflichtungen zu haben. „Es ist an der Zeit, mich zur Ruhe zu setzen“, meint der gebürtige Hopstener, der mit seiner Familie auf einem Kotten aufwuchs. Sein Vater, der im Krieg gefallen ist, zählte zu den Heuerleuten, die vom Bauern ein Stück Land erhielten.

Heinz Withake hat drei Schwestern und war somit bei den Mädels Hahn im Korb. Er freut sich auf die Zeit, die er nun mit seiner großen Familie verbringen kann, die für ihn Lebenshintergrund bedeute.

Nach dem Abitur wollte er Priester werden. „Ich muss das probieren, dachte ich mir und war im Studium gefesselt vor der Theologie, die mich erfüllte und froh gemachte.“ Was ihn an dem himmlischen Job immer fasziniert hat, war die unmittelbare Nähe zu Menschen. Der lebendige Kontakt zu den Menschen ist geblieben. Auch wenn manche seine Lieder und seinen Glauben nicht teilen mögen.

Apropos Zuversicht. Was glaubt er denn wohl, wer am Samstag beim EM-Spiel Deutschland gegen Italien gewinnt? „Ich glaube, das wir 1:0 in Führung gehen und dann so weitermachen“, hofft Withake, der früher selber Fußball gespielt hat. Ob er im Canisiushaus das Spiel schaut? Antwort: „Nein, fußballerisch ist das hier Diaspora.“

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