Kunst am Rand
Vom „Dasein“ zur „Evolution“

Münster-Kinderhaus -

Kunst und Alter ist das Thema des Kinderhauser Ausstellungsprojekts Kunst am Rand. 45 Künstler beteiligen sich mit 60 Exponaten an der Indoor- und Outdoor-Ausstellung, die bis zum 1. Oktober läuft. Volker Wessendorfs Arbeit „Das Dasein“ verändert sich im Lauf der Ausstellung.

Dienstag, 05.07.2016, 18:07 Uhr

Volker Wessendorf setzt bei seinen Arbeiten für Kunst am Rand auf Veränderung. Das „Dasein“ findet sich in der Kleingartenanlage Münsterblick“.
Volker Wessendorf setzt bei seinen Arbeiten für Kunst am Rand auf Veränderung. Das „Dasein“ findet sich in der Kleingartenanlage Münsterblick“. Foto: kaj

Das „Dasein“ verändert sich in seinem Sosein: Volker Wessendorfs philosophischer Beitrag zu „Kunst am Rand“ entsteht und vergeht im Laufe der Ausstellung.

In der Kleingartenanlage Münsterblick können Besucher der Ausstellung die Veränderungen des Artefakts verfolgen, abgeschlossen sind sie noch lange nicht.

„Kunst und Alter“ ist das große Thema des Kinderhauser Ausstellungsformats – Volker Wessendorf hat den Akzent mehr „aufs Altern“ gelegt, wie er schmunzelnd anmerkt.

Aber so ganz schnell soll das nun auch nicht gehen. Wie im wirklichen Leben manch einer die Zeichen der Zeit mit einer Schönheits-OP aufzuhalten versucht, hat auch Wessendorf den Kopf seiner Skulptur „schon mal restauriert“. Denn der habe nach dem Regen ziemlich daneben gehangen.

Das geht nun nicht. Also hat der Künstler nachgebessert und auf die Papp-Kon­struktion etliche Schichten knallroten Acryllack aufgetragen. Auch die Hände der Skulptur, die er erst jetzt hinzugefügt hat, sind „gut lackiert“ und wetterfest.

Bei den weiteren Schritten werde er aber weniger Farbe verwenden. Vielleicht gebe es auch ein finales Ritual, lässt Wessendorf offen.

Nicht zwei, sondern vier Arme hat die Skulptur „Dasein“, die in alle vier Himmelsrichtungen zeigen – und die laut Wessendorf das „weltumspannende Geschehen des Werdens und Vergehens symbolisieren“ sollen.

Geburt und Tod – das sei fast dasselbe Thema wie bei seinem zweiten Ausstellungsbeitrag zu Kunst am Rand, erklärt der Künstler.

Die Arbeit „Evolution“, die auf dem weitläufigen Außengelände von Haus Wilkinghege zu finden ist, sei allerdings nicht darauf angelegt zu vergehen. Ganz im Gegenteil: „Führt man Energie zu, entsteht ein Gesicht.“ Das ist in diesem Fall gar nicht so schwierig: Man schwingt sich aufs Rad, tritt einfach energisch und energievoll in die Pedale – und die Skulptur entfaltet sich.

Zum Thema

„Kunst am Rand“, das neue Ausstellungsprojekt, findet an drei Spielorten in Kinderhaus statt: in Haus Wilkinghege, Wilkinghege 55; in der Gärtnerei Moldrickx, Westhoffstraße 139, und in der Kleingartenanlage „Münsterblick“, Wienburgstraße 260. 45 Künstler beteiligen sich mit 60 Exponaten an der Indoor- und Outdoor-Ausstellung, die bis zum 1. Oktober läuft. http://kunst-am-rand.de.

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