Polizei warnt vor Handy-Nutzung im Straßenverkehr
Radler fangen sich statt Monster ein Knöllchen ein

Münster -

Statt Monster fingen sich zwei Männer ein Knöllchen ein: Sie waren mit dem Smartphone-Spiel Pokémon Go auf der Jagd nach den virtuellen Figuren – allerdings auf dem Fahrrad.

Samstag, 23.07.2016, 10:07 Uhr

Überall sind  Pokémons – auch unter den Augen des Gesetzes.
Überall sind  Pokémons – auch unter den Augen des Gesetzes. Foto: Jonas Stärk

Auf dem Heimweg von der Arbeit wollte er mit einem Arbeitskollegen noch schnell ein paar Monster jagen – auf dem Fahrrad. „Das klappte zuerst auch super“, schreibt der Mann unserer Redaktion, „bis plötzlich ein Polizist auf den Radweg sprang.“ Statt Pokémons fingen sich die Männer dann etwas weniger Erfreuliches ein: ein Knöllchen in Höhe von 25 Euro.

Der Beamte klärte die Pokémon-Go-Spieler darüber auf, dass die Handy-Nutzung beim Fahrradfahren nicht erlaubt ist, was diese gar nicht wussten. Geärgert haben sie sich nicht über das Verwarngeld, im Gegenteil: Sie haben nicht nur anstandlos gezahlt. „Außerdem wurde uns klar, dass wir sehr unaufmerksam waren und das viele Gefahren lauern“, schreibt der Mann.

Davor warnt auch die Polizei immer wieder. Denn wer am Steuer eines Autos oder auf dem Fahrrad trotz Verbots zum Handy greift, riskiert nicht nur ein Knöllchen, sondern auch einen Unfall. Andernorts habe es bereits Unfälle gegeben, die auf das Pokémon-Spielen zurückzuführen waren.

In Münster sei der Polizei ein derartiger Fall noch nicht bekannt, sagt Sprecherin Angela Lüttmann. Überhaupt sei das Spiel „für uns eigentlich kein Thema“. Der Polizei ginge es ausschließlich um die Nutzung des Handys, „wir fragen nicht nach, welche App gerade bedient wurde“. Ob die Verwarngelder hierfür seit der Spiel-Einführung deutlich gestiegen sind, ließ sich am Freitag nicht mehr klären.

Gefährlich indes sei der dauernde Blick aufs Smartphone, weiß Lüttmann – nicht nur am Steuer oder auf dem Rad, sondern auch für Fußgänger. „Man kann zum Beispiel gegen eine Laterne laufen oder auf die Straße treten. Aber es ist grundsätzlich nicht verboten, beim Spazierengehen aufs Handy zu gucken.“

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