JVA Münster
„Keine konkrete Gefährdung“

Münster-Düsseldorf -

Die plötzliche Evakuierung des denkmalgeschützten Gefängnisses in Münster erfolgte ohne eine konkrete Gefährdung. Die zu Jahresbeginn an den historischen Gewölbedecken angebrachten Sensoren hätten keine dramatische Veränderung registriert, schrieb Justizminister Thomas Kutschaty auf eine FDP-Anfrage.

Mittwoch, 10.08.2016, 21:08 Uhr

„Die Messwerte zeigten im Beobachtungsbereich schwankende Werte, ohne dass der festgelegte Alarmwert überschritten wurde.“ Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) habe die Räumung auf Basis von zwei neuen Gutachten veranlasst. Das eine habe die Statik bewertet, das zweite die rechtlichen Fragen. Finanzminister Norbert Walter-Borjans hatte im Redaktionsgespräch angemerkt, bei öffentlichen Entscheidungen sinke die Bereitschaft, die Ermessensspielräume auszuschöpfen. Eine politische Einflussnahme schloss er aus.

Der FDP-Landtagsabgeordnete Karlheinz Busen , von Beruf Bauingenieur und Statik-Experte, fordert vom BLB die Offenlegung aller Gutachten. Ihn ärgert, dass die Kosten am Steuerzahler hängen bleiben. Jeder Besitzer eines denkmalgeschützten Hauses müsse penible Vorgaben einhalten. „Der BLB ist nach dem Gesetz verpflichtet, ein Denkmal zu pflegen und zu erhalten.“

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