Wie geht es weiter mit dem Gefängnis?
Grundstückssuche läuft unvermindert

Münster -

Abrissdebatte an der Gartenstraße – zugleich aber auch Standortsuche am Stadtrand: Zwischen diesen Polen bewegt sich derzeit die JVA-Diskussion.

Mittwoch, 10.08.2016, 21:08 Uhr

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) bereitet zwar – im Auftrag des NRW-Justizministeriums – einen Antrag auf Abriss des alten, leer geräumten Gefängnisses an der Gartenstraße vor. Einen konkreten Plan für einen Neubau an dem vier Hektar großen Standort gebe es bislang aber nicht, so die Pressesprecherin des BLB in Münster , Rebecca Keller . „Uns liegen keine konkreten Anforderungen des Ministeriums vor.“

Bei den Planungen für die neue Justizvollzugsanstalt Münster konzentriert sich der BLB deshalb weiter vorrangig darauf, eine circa zwölf bis 15 Hektar große Fläche für einen Neubau am Stadtrand von Münster zu finden. In diesem Zusammenhang verhandelt der BLB laut Keller mit verschiedenen Grundstückseigentümern. Erst wenn diese Verhandlungen abgeschlossen seien, werde man den Standort konkret benennen. Einen Favoriten gebe es bislang nicht, stellte die Pressesprecherin in diesem Zusammenhang klar. Genannt wurden in jüngster Zeit wiederholt Flächen in Wolbeck.

Unmittelbar nach der Räumung des alten, maroden Gefängnisses hatte das Justizministerium mitgeteilt, am alten Standort ein neues Gefängnis errichten zu wollen. Wegen der beengten Platzverhältnisse wäre in diesem Fall aber zwingend ein weiteres Gebäude am Stadtrand von Münster oder in der Umgebung erforderlich. Diese Doppelstruktur würde indes eine komplett neue Gefängnis-Planung zur Voraussetzung haben, an der der zuständige BLB bislang aber nicht arbeitet.

 

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