30. Münster-"Tatort" vorgestellt
Schauspieler und Filmcrew zum Anfassen vor dem Schloss

Münster - „Wie Ostern und Weihnachten zusammen“, beschrieb Tatort-Koordinator Professor Gebhard Henke die Atmosphäre. „Feierstunde“ heißt der 30. Münster-"Tatort", der mit den Schauspielern am am Samstagabend vor dem Schloss Münster Vorpremiere feierte.

Sonntag, 11.09.2016, 09:09 Uhr

30. Münster-"Tatort" vorgestellt : Schauspieler und Filmcrew zum Anfassen vor dem Schloss
Schauspieler Axel Prahl mit Unirektorin Ursula Nelles bei der Vorpremiere des Münster-"Tatorts" "Feierstunde". Foto: Maria Conlan

Statt 13 Millionen Fernsehzuschauern gab es 3500 Besucher - und Schauspieler „zum Anfassen“. Dafür hatten einen Tag lang 25 Helfer Stühle, Zelte, Technik aufgebaut, um zwei Tatort-Vorpremieren am Wochenende vor dieser idealen Kulisse zu ermöglichen, bevor am 25. September ( Sonntag, 20.15 Uhr im Ersten ) die „ Feierstunde “ im Fernsehen zu sehen wird.

Ursula Nelles hört einen Knall

Während sich am frühen Abend vor dem Schloss die Einlassschlange bis zur Straße hinwand, ging es im Foyer gelassener zu. Unirektorin Professorin Dr. Ursula Nelles und Oberbürgermeister Markus Lewe hatten das WDR-Team zu einem Empfang eingeladen. In der Jubiläumsfolge spielt gleich die zweite Szene in der Schlossaula. Nelles erzählte von ihrem Schreck, als sie im April Schüsse im Schloss hörte – sie hatte nicht mehr an die Dreharbeiten gedacht.

Mord und Totschlag in dieser Form tue der Stadt als kostenlose Werbung sehr gut. Als Dank überreichte Nelles den Hauptbeteiligten Uni-Freundschaftsplaketten. Außer Producerin Katrin Kuhn, Regisseur Lars Jessen und Tatort-Koordinator Professor Gebhard Henke , waren Axel Prahl (Thiel) und Claus Dieter Clausnitzer (Vaddern) dabei.

Schauspieler Claus Dieter Clausnitzer (Vaddern) im Gespräch mit Ursula Nelles

Schauspieler Claus Dieter Clausnitzer (Vaddern) im Gespräch mit Ursula Nelles Foto: Maria Conlan

Küsse und Jodler aus Bayern

Vor dem Film gab es Zeit für Fotos, Selfies und die Bitte der Fans an die Schauspieler: „einmal anfassen“. Prahl und Clausnitzer genossen humorvoll das Bad in der Menge. Matthias Bongard stellte in kurzen Gesprächen die Promis dem Publikum vor, Liefers sandte per Videoeinspielung Grüße, Küsse und Jodler aus Bayern, seinem momentanen Drehort.

Tatort-Vorpremiere am Schloss

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Claus Dieter Clausnitzer kannte Münster schon lange, bevor an den Tatort hier zu denken war. Seine Tochter absolvierte hier ihre Facharztausbildung. Er lobte Münsters Kneipenszene und empfindet das Tatort-Team „wie eine große Familie“. Bongard lebte ebenfalls zwanzig Jahre in der Domstadt, fußläufig vom Schloss entfernt.

Mehr, als in den Abspann passen

Für die „Feierstunde“ wurde 23 Tage lang im April gedreht, das Drehbuch hatten die Schauspieler vier Wochen vorher bekommen. Über 50 Personen wirkten bei diesem Tatort mit, mehr, als in den Abspann passen. Darunter zwei Münsteraner: Aufnahmeleiter Alexander Dominitzki und Kameramann Roger Kübentahl. Am Samstag holte Bongard nach dem Tatort auch die Komparsen mit auf die Bühne für den Schlussapplaus.

Für Regisseur Jessen war es der zweite Münster-Tatort, er lobte das Drehbuch von Elke Schuch. Mitspracherecht gesteht er seinen Schauspielern zu. Übrigens entstammt die Anrede „Vadder“ Prahls eigener Idee, wie er am Samstag verriet.

Dass es überhaupt einen Münster-Tatort gibt, ist dem Intendanten Fritz Pleitgen zu verdanken, der meinte, Münster und das Münsterland seien zu selten als Drehort präsent.

50 Menschen haben bei "Feierstunde" mitgewirkt.

50 Menschen haben bei "Feierstunde" mitgewirkt. Foto: Maria Conlan

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