Wasser-Ausstellung im Naturkundemuseum
Der Stoff, der die Welt bewegt

Münster -

Wasser bewegt die Welt. Für ein Jahr bewegt eine neue Ausstellung das LWL-Naturkundemuseum. Viele Mitmachmöglichkeiten machen die Schau attraktiv.

Dienstag, 27.09.2016, 21:09 Uhr

Jana Johe bewegt das Modell eines Wellen-Kraftwerks. Durch die Bewegung des Wassers klappt ein Schwimmer auf und zu und setzt dabei einen übergroßen Dynamo in Bewegung.
Jana Johe bewegt das Modell eines Wellen-Kraftwerks. Durch die Bewegung des Wassers klappt ein Schwimmer auf und zu und setzt dabei einen übergroßen Dynamo in Bewegung. Foto: Oliver Werner

Aus dem Sandkastenalter ist Matthias Löb ja eigentlich heraus. Aber im Naturkundemuseum darf der LWL-Direktor in einem High-Tech-Sandkasten spielen. Er nennt sich „ Augmented Reality Sandbox“ – und mit einigen Handgriffen, kann man darin Wellen und Wolken machen und das Wetter manipulieren. Löb durfte gestern schon experimentieren – das Publikum hat erst ab Freitag (30. September) Zugang zur neuen Ausstellung „Wasser bewegt – Erde, Mensch, Natur“.

Zwei Jahre Arbeit stecken in der größten Wasserausstellung Deutschlands , die auf 1200 Quadratmetern 500 Exponate zu bieten hat. Die Ausstellungsmacher Dr. Jan Ole Krieg , Jana Joha und Vanessa Rüttler präsentieren eine Mitmach-Schau, bei der Anfassen oft erlaubt ist.

Wasser bewegt Erde, Mensch und Natur

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  • Neue Ausstellung im Naturkundemuseum. Foto: Oliver Werner
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Und das sowohl superweich, wenn man das Fell eines Fischotters mit 50 000 Haaren auf einem Quadratzentimeter streichelt. Oder auch knallhart: Beim Strommachen mit einem schweren Wellenkraftwerk.

647.000 Euro stecken in der Ausstellung, zum großen Teil von der LWL-Kulturstiftung finanziert. Aber manchen Euro, hoffen die Veranstalter, werden die Besucher zurückbringen. Die Vorgänger-Schau „Leben in der Dunkelheit“ hatte 159.000 Besucher.

Vor dem Museum begrüßt die Besucher bereits eine Unterwasserstation aus den 60er Jahren. Sie war in Tiefen von 10 bis 20 Meter in der Ostsee eingesetzt. „Nur einmal“, so Museumsleiter Krieg, „ging sie auf 50 Meter Tiefe.“ Da hatte sie sich im Bodensee von den Ankertrossen losgerissen und landete mit zwei Tauchern am Seegrund. Die Bergung dauerte zwei Tage.

Wasser bewegt - neue Ausstellung im LWL-Naturkundemuseum

Die Wissenschaft spielt eine große Rolle. So sieht man mehrzellige fossile Organismen, die 560 Millionen Jahre alt sind, aber auch Modelle vom Blutkreislauf der Menschen, von der Osmose in den Zellen und von den besonderen Techniken, wie Organismen mit Wasser umgehen.

Besonderes Lokalkolorit gewinnt die Ausstellung durch Interviews mit Besuchern aus Münsters Partnerstädten. „Immer, wenn einer in der Stadt war“, so Ausstellungsmacherin Vanessa Rüttler, „haben wir interviewt.“ Zwischen Rishon le Zion in Israel und dem britischen York gibt es doch sehr unterschiedliche Sichtweisen auf das kühle Nass.

In einem anderen Raum geht es maritim zu. Seetiere sind zu sehen, aber auch die Entwicklung der Seenotrettung im Laufe der Zeit.

„Wasser als Landschaftsgestalter kann auch schrecklich sein“, erinnert Jan Ole Kriegs in einem Raum, in dem muschelbewachsene Baumstämme auf den Untergang der mittelalterlichen Stadt Rungholt im Wattenmeer. Design-Studenten auss Münster haben dazu einen animierten Film gedreht. „Wasser ist heute in vielen Teilen der Erde bedroht“, sagt Museumschef Krieg, „Zeit, ihm Beachtung zu schenken.“

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