Uni-Rektor Johannes Wessels heißt Erstsemester willkommen
Start für die „beste Zeit“

Münster -

Nach dem Report der Krankenkasse AOK ist das Studium für viele eine Zeit von Stress und Belastung. Für den neuen Uni-Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels ist es „die beste Zeit des Lebens“ – diese Botschaft sandte er an die neuen Studierenden der Universität Münster.

Dienstag, 11.10.2016, 19:10 Uhr

Passt: Uni-Rektor Prof. Johannes Wessels überreicht den Erstsemestern Warnwesten für sicheres Radfahren.
Passt: Uni-Rektor Prof. Johannes Wessels überreicht den Erstsemestern Warnwesten für sicheres Radfahren. Foto: Peter Grewer/WWU

Sie werden in dieser Woche, nach Fächern geordnet, grüppchenweise im Foyer des Schlosses von Mitgliedern des Rektorats empfangen. Damit rückt die Universität von ihrer unter dem Rektorat von Ursula Nelles etablierten Tradition ab, die Neuen in zwei großen, zentralen Veranstaltungen im H 1 willkommen zu heißen.

Dort gibt es Probleme mit dem Brandschutz bei so großen Veranstaltungen, nennt Nina Schmiedgen , die Referentin des Rektors, den Grund. „In diesem Jahr hat die WWU mit 5400 Studienanfängern in den grundständigen Fächern noch 200 Erstsemester mehr als 2015 aufgenommen – es wurde uns zu riskant, an dem Konzept festzuhalten“, ergänzt sie.

Sechs Fakten über das Studentenleben

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  • Das Studentenleben ist längst nicht mehr so entspannt wie es vielleicht einmal war. Überfüllte Hörsäle, teure Mieten und kaum Zeit für Freizeitaktivitäten - so sieht für viele das Studium 2016 aus. Sechs Fakten über das Studentenleben heutzutage:

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  • Es werden immer mehr:

    Etwa 2,8 Millionen Studenten studieren im Wintersemester 2016/17, überwiegend an den rund 240 Hochschulen in staatlicher Trägerschaft - Tendenz steigend. Seit Jahren strömen jeweils 500 000 Erstsemester an die Unis, darunter immer mehr Ausländer, für die Deutschland ein attraktiver Hochschulstandort ist.

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  • Eine 40-Stunden-Arbeitswoche reicht nicht: 

    Studenten wenden in Deutschland im Schnitt 35 Wochenstunden für Vorlesungen, Seminare, Hausarbeiten und Recherchen an ihrer Uni auf, hinzu kommen etwa sieben Stunden für Nebenjobs. Gut jeder Fünfte muss neben der Hochschule so viel arbeiten, dass er „faktisch Teilzeit“ studiert.

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  • BAföG hilft nicht mal einem Viertel:

    Knapp drei Milliarden Euro ließ sich Vater Staat die Ausbildungsförderung im Vorjahr kosten. Damit wurden nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes 611 000 Studierende gefördert - vor vier Jahren waren es 60 000 mehr. Mit der zum Wintersemester umgesetzten Bafög-Reform wird nun manches besser: Es gibt mehr Geld und der Kreis der Geförderten soll um 110 000 wachsen.

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  • Schuldenmachen ist unbeliebt:

    Trotz steigender Studentenzahlen werden immer weniger Studienkredite in Anspruch genommen. Studenten, die auf Zuschüsse angewiesen sind, suchen sich eher einen Nebenjob, als einen Kredit aufzunehmen. Auf Stipendien kann nur ein kleiner Teil zurückgreifen.

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  • Studentenwohnungen werden zum Luxusgut:

    In Berlin müssen Studenten inzwischen 37% mehr Miete zahlen als vor sechs Jahren. In anderen Städten sieht es ähnlich aus. Besonders in den typischen Studentenstädten muss man sich auf eine lange Suche nach einer bezahlbaren Unterkunft gefasst machen.  

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  • Studenten-Stress steigt:

    Überfüllte Hörsäle und zu viel Lernstoff überfordern viele Studenten. Dabei gibt es nicht nur geschlechterspezifische Unterschiede sondern auch zwischen den Studienfächern und den verschiedenen Hochschulen. 

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So bekommen die Erstsemester, die im Rahmen der Orientierungswoche mit den jeweiligen Fachschaften unterwegs sind, im Schloss vom Rektorat schon mal eine Sicherheitsweste mit WWU-Aufdruck fürs Fahrradfahren. Die zum Stadtbild gehörenden „Ersti-Taschen“ werden am Donnerstag bei einer Info-Messe rund ums Studium an der WWU im Gebäude der Mensa am Ring ausgegeben. 

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