Preußen-Stadion für 40 .000 Zuschauer
Bau soll 2018 starten

Münster -

Der neu gewählte Vorstand des Fußball-Drittligisten SC Preußen Münster mit dem Bundestagsabgeordneten Christoph Strässer als Präsidenten an der Spitze wird zeitnah Gespräche mit der Politik und der Stadt Münster über den Bau eines modernen Stadions führen, das 40. 000 Zuschauern Platz bieten soll. „Wir benötigen ein 220 .000 Quadratmeter großes Grundstück und bitten um eine schnelle Entscheidung, damit im Jahr 2018 mit dem Bau begonnen werden kann “, sagt das neue Präsidiumsmitglied Walther Seinsch. Der frühere Textilunternehmer (Takko) hatte dem heutigen Fußball-Bundesligisten FC Augsburg ein neues Stadion beschert.

Donnerstag, 13.10.2016, 20:30 Uhr aktualisiert: 14.10.2016, 06:54 Uhr
Ein Stadion-Neubau (hier eine frühere Animation) innerhalb Münsters soll vorangetrieben werden. Offen ist der Standort, die Hammer Straße bietet nicht ausreichend Zuschauer-Kapazitäten.
Ein Stadion-Neubau (hier eine frühere Animation) innerhalb Münsters soll vorangetrieben werden. Offen ist der Standort, die Hammer Straße bietet nicht ausreichend Zuschauer-Kapazitäten. Foto: WN, Jürgen Peperhowe

Wo die neue Preußen-Arena entstehen soll, steht in den Sternen. Ein Umbau des Stadions an der Hammer Straße ist für die ehrgeizigen Pläne des neuen Preußen-Präsidiums ( Seinsch : „Langfristig Erste Liga“) keine Option, weil dort aus baurechtlichen Gründen nur ein Fassungsvermögen von 22 .000 Plätzen erlaubt ist. Der neue Aufsichtsratsvorsitzende Fabian Roberg sagt, dass die Hammer Straße ein wesentlicher Kristallisationspunkt der Preußen bleibe, sieht das alte Stadion in Zukunft allerdings mehr für den Nachwuchsbereich.

Nieberdingstraße

An der Nieberdingstraße, wo die Stadt seit Jahren ein Grundstück für einen Stadion-Neubau vorhält, sind die Rahmenbedingungen für einen schnellen Spatenstich nicht gegeben. „Von der verkehrlichen Erschließung her wäre die Nieberdingstraße ideal. Doch es gibt dort keinen Bebauungsplan, dafür aber bestehende Mietverhältnisse“, sieht Seinsch an dem Standort keine schnelle Handlungsfähigkeit.

Der Fußball-Kenner drängt zur Eile in der Stadionfrage, da in Deutschland rund 75 Städte den Traum von der Ersten Liga als lukratives Zukunftsprojekt träumen. Mit Mannheim, Saarbrücken und Karlsruhe nennt er vergleichbare Kommunen, die sich vom Erstliga-Fußball einiges versprechen. Roberg betonte, dass der SCP zu Münster gehört. „Wir alle wollen ein neues Stadion in Münster und hoffen, dass sich die Stadt zeitnah bewegt. Wir brauchen eine verlässliche Aussage.“

Gerücht: Stadion in Flughafennähe

Sollte sich im Stadtgebiet indes kein Grundstück ergeben, denkt der Verein offensichtlich auch über andere Optionen nach. Wobei Strässer klarstellt: „Ein Standort innerhalb der Stadtgrenzen hat Priorität. Der Verein muss von der Stadt erwarten können, dass sie die Grundstücksfrage zeitnah klärt.“ Zuletzt waren Gerüchte zu hören, dass ein neues Preußen-Stadion auch in Flughafennähe entstehen könnte.

80 Millionen Euro müssten in den Stadion-Neubau investiert werden. Die Finanzierung ist laut Seinsch „keinesfalls geklärt“. Zunächst soll der Profibereich in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert werden. Parallel soll die Stadt ein Grundstück zur Verfügung stellen – mehr nicht. „Wir bieten der Stadt an, sie von der Finanzierung des Stadions freizuhalten“, sagt Seinsch, der selbst nicht als Investor auftreten wird. 

Das ist die Führungsmannschaft des SCP

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  • Neues Führungsduo im Preußen-Präsidium: SPD-Politiker Christoph Strässer (l.) und Unternehmer Walther Seinsch.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Aus der alten Führungsriege - v.l.: Carsten Gockel (Sportvorstand), Uwe Landheer (Vorstand Liegenschaften), Georg Krimphove (Präsident), Siggi Höing (Vorstand, Sponsoren), Thomas Bäumer (Aufsichtsratschef) und Mike Schmitz (Vorstand Finanzen) - sind nur zwei Personen übrig geblieben:

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Siggi Höing, der weiterhin für Sponsoren zuständig ist und...

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • ...Carsten Gockel, der den Vorstand allerdings verlässt und nur noch als Geschäftsführer arbeiten wird.

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  • Christoph Strässer führt künftig das Preußen-Präsidium.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Auch Unternehmer Walther Seinsch ist jetzt neu im Vorstand und zuständig fürs Sportliche und das Stadionprojekt.

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  • Der bisherige Jugendkoordinator Bernd Niewöhner rückt in den Vorstand auf und kümmert sich weiter um den Nachwuchsbereich.

    Foto: Wilfried Hiegemann
  • Außerdem neu im Vorstand: Martin Jostmeier (2.v.l.), stellvertretender Geschäftsführer des Handwerkerbildungszentrums, ist zuständig für Finanzen.

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  • Fabian Roberg hatte nur eine kurze Amtszeit als Preußen-Aufsichtsrats-Chef. Am 20. November 2016 kündigte der Unternehmer aus Münster seinen Rücktritt an.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Stellvertreter ist weiter Michael Klein.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Prominenter Neuzugang im Aufsichtsrat: Ex-Profi und -Nationalspieler Christoph Metzelder. Er soll in allen sportlichen Angelegenheiten beraten.

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  • Um das gleiche Feld soll sich auch Jochen Terhaar kümmern.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Diese zehn Männer bilden am 14. Oktober den neuen Aufsichtsrat der Preußen: (v.l.) Marc Zahlmann, Jürgen Becker (neu, Steuerberater), Frank Rheinboldt, Fabian Roberg, Michael Klein, Frank Westermann (neu, Anwalt), Wilhelm Schwellenbach, Christoph Metzelder (neu), Jochen Terhaar (neu) und Werner Bisplinghoff.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Die neue Führungsriege hat hohe Ziele.

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