Neue Initiative stellt sich vor
Die Freunde des Schlossplatzes

Münster -

„Schloss-Platz-Kultur“ nennt sich eine Initiative, die Münsters größten Platz stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken möchte.

Freitag, 21.10.2016, 19:10 Uhr

Sie vertreten die Initiative „Schloss-Platz-Kultur“ (v.l.): Martin Heppner, Ulrich Krüger, Daniel Alte Epping, Stefan Rethfeld, Dr. Marius Stelzer und Stefan Jörden
Sie vertreten die Initiative „Schloss-Platz-Kultur“ (v.l.): Martin Heppner, Ulrich Krüger, Daniel Alte Epping, Stefan Rethfeld, Dr. Marius Stelzer und Stefan Jörden Foto: kb

Die neue Initiative , die sich am Freitag auf dem Schlossplatz vorstellte, nennt sich „Schloss-Platz-Kultur“ – und sie möchte das Gegenteil von dem erreichen, was alle bisherigen Schlossplatz-Initiativen wollten. Der Platz soll ein Platz bleiben und eben nicht bebaut werden.

Der Unternehmer Ulrich Krüger , langjähriger Unterstützter des Musikhallen-Projektes, bedankte sich sogar bei den Grünen, dass sie 2008 die damaligen Musikhallen-Pläne per Bürgerentscheid zu Fall gebracht hätten und damit den Schlossplatz vor einer Bebauung bewahrt hätten.

Denn der Schlossplatz sei „Münsters Festplatz“, wie Dr. Marius Stelzer von der „Schloss-Platz-Kultur“-Initiative ergänzte. Nur in einem unbebauten Zustand könne er seinen vielen Funktionen vom Send bis zum Beach-Volleyball-Turnier, vom Stadtschützenfest bis zum Turnier der Sieger gerecht werden.

Gleichwohl hat sich die Initiative nicht gegründet, damit alles so bleibt, wie es ist. Nach Ansicht von Stefan Rethfeld, ebenfalls aktiv in der Runde, wird der Platz zu wenig als Platz wahrgenommen und ist überdies nicht besonders schön. Um hier etwas zu tun, seien Landschaftsarchitekten gefordert. Sie sollen für eine Einfriedung, genauer gesagt für eine „Einhegung“ der heutigen Parkfläche sorgen, damit sie nicht ausfranst und ihre Kontur verliert.

Wie das genau erfolgen kann, das möchte die neue Initiative nicht vorschreiben. Ab November soll es Diskussionsveranstaltungen mit dem Ziel geben, Ideen und Konzepte für eine Weiterentwicklung zu sammeln.

Zumindest an einer Stelle denkt die neue Initiative doch über eine Bebauung nach. Die Rede ist vom Kalkmarkt, der nördlich an den Schlossplatz anschließt. Sozusagen in Spiegelung zu den Gerichtsgebäuden südlich des Schlossplatzes können sich die Initiatoren im Norden ein „Haus der Kultur“ vorstellen, das in einem Positionspapier als „vielversprechende“ Option beschrieben wird. Bei dem Pressegespräch ging man aber nicht näher darauf ein.

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