500 Jahre Reformation
Luther unter den Bögen

Münster -

Die evangelischen Kirchenkreise Münster, Steinfurt-Coesfeld-Borken und Tecklenburg planen ein gemeinsames Jubiläumsjahr zum 500-jährigen Jubiläum der Reformation.

Montag, 24.10.2016, 21:10 Uhr

30 Statuen werden aufgestellt, (v.l.) Pfarrer Jens Dechow und die Superintendenten Joachim Anicker, André Ost und Meike Friedrich sind gespannt auf die Reaktionen.
30 Statuen werden aufgestellt, (v.l.) Pfarrer Jens Dechow und die Superintendenten Joachim Anicker, André Ost und Meike Friedrich sind gespannt auf die Reaktionen. Foto: Matthias Ahlke

Martin wird bunt. Und nicht nur das. Martin wird riesengroß. 2,50 Meter hoch, 50 Kilogramm leicht – und keinesfalls zu übersehen. An ihm führt am Samstag einfach kein Weg vorbei. Wer durch die Stadt flaniert, über den Prinzipalmarkt bummelt, der trifft ihn: 30 Martin-Luther-Statuen werden unter den Bögen aufgestellt. Am Tag schlicht weiß, am Abend illuminiert und durch eine Lichtinstallation in immer wieder neuem Gewand zu bestaunen.

„Martin wird bunt“, heißt diese Aktion. „Wir hoffen, dass wir viele Menschen damit ansprechen, sie aufmerksam machen und interessieren. Auch diejenigen, die der Kirche nicht unbedingt nahe stehen“, erläutert Pfarrer Jens Dechow.

Geimeinsame Würdigung des Jubiläums

Gemeinsam mit Superintendentin Meike Friedrich und den Superintendenten Joachim Anicker (Ev. Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken) und André Ost (Ev. Kirchenkreis Tecklenburg ) stellte der Initiator dieses Statuen-Projektes am Montag eine einjährige Kampagne vor: Mit zahlreichen Veranstaltungen und Gottesdiensten rückt sie „500 Jahre Reformation “ in den Blickpunkt. Und endet am 31. Oktober 2017 – dem 500. Jahrestag des Thesenanschlags Martin Luthers gegen den Ablasshandel. Ein Reformationsfest in Tecklenburg setzt den Schlusspunkt.

Gemeinsam gestalten die drei Kirchenkreise dieses historische Jahr, gemeinsam möchten sie das Jubiläum würdigen. „Einfach frei“ lautet das Motto, das kurz und knapp das spiegeln soll, was evangelische Christen sich im Glauben wünschen und im Leben umsetzen möchten. „Freiheit und Vertrauen spielen dabei eine wichtige Rolle“, betont Superintendentin Meike Friedrich. Wichtig im Jubiläumsjahr ist den leitenden Theologen der Kirchenkreise dabei „eine Übersetzungsarbeit der damaligen religiösen Fragen in die heutige Zeit“.

Figuren reisen durchs Münsterland

Die Figur Martin Luthers steht dabei im Mittelpunkt. Und zwar überlebensgroß. Die eigens von einer Dresdener Künstlerin für diese Aktion entworfenen Figuren werden noch am Samstagabend nach der Lichtinstallation ihre Reise durch das Münsterland antreten und an verschiedenen Stellen auf das Reformationsjubiläum aufmerksam machen.

Noch sind die Statuen weiß – wie sie am Ende des Jahres aussehen, das ist offen. Denn jeder Betrachter, so betont Pfarrer Dechow, dürfe nach eigenem Belieben und Gutdünken handeln: „Sie können angezogen werden, mit Fragen behängt, mit Botschaften bestückt oder ignoriert werden.“ Nichts, aber auch gar nichts, wolle man vorgeben: „ Wir möchten einfach beobachten, wie die Menschen mit Martin Luther umgehen.“

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