„Haus der Verbände“
Kurze Wege im neuen Zuhause

Münster -

Hohe Mieten, zu kleine Räumlichkeiten – diese Gründe führten dazu, dass jetzt vierzehn katholische Verbände und Organisationen ein neues Zuhause gefunden haben. Bischof Felix Genn weihte das neue Haus ein, das die Bischof-Hermann-Stiftung gebaut hat.

Montag, 31.10.2016, 20:10 Uhr

Bischof Dr. Felix Genn weihte am Montag offiziell das neue „Haus der Verbände“ an der Schillerstraße ein.
Bischof Dr. Felix Genn weihte am Montag offiziell das neue „Haus der Verbände“ an der Schillerstraße ein. Foto: Matthias Ahlke

„Jetzt fluppt es um so besser““, freute sich am Montagmorgen eine Mitarbeiterin der kfd über den bischöflichen Segen. Der Frauenverband ist einer von vierzehn Mietern im neuen „Haus der Verbände“, das innerhalb von eineinhalb Jahren an der Schillerstraße entstanden ist.

Die katholischen Verbände und Organisationen als Mieter im neuen vierstöckigen Gebäude stehen für Tausende von Mitgliedern. Die kfd betreut beispielsweise von der Schillerstraße aus rund 108 000 Frauen, die KAB ist für 125 000 Mitglieder im Bistum zuständig.

Zusätzlicher Baulärm

„Es ist soweit“, freute sich Bischof Dr. Felix Genn über die Einweihung am Montagmorgen. Zwischen fünf und sechs Millionen Euro wurden investiert, um das „Haus der Verbände“ zu errichten. Bauherrin und Eigentümerin ist die Bischof-Hermann-Stiftung.

Die Idee für ein gemeinsames Gebäude aller katholischen Verbände und Organisationen wurde bereits vor langer Zeit geboren. Damals bewegten steigende Mieten die Verbände, die weit verstreut im Stadtgebiet ihre Büros hatten.

Bischof Genn inspiziert die Räume der kfd.

Bischof Genn inspiziert die Räume der kfd. Foto: Matthias Ahlke

Inzwischen sind alle Mieter eingezogen, haben ein neues Zuhause gefunden. Nur die Wohnungen für Menschen, die auf dem freien Markt keine Chance haben. werden erst später im Dachgeschoss bezogen.

„Die letzten Monate waren anstrengend“, sagen Beschäftigte, denn neben ihrer eigentlichen Arbeit mussten sie zusätzlich viel Baulärm ertragen.

Ermutigung von Bischof Genn

Ein Ende ist aber abzusehen, denn jetzt stehen nur noch die Außenarbeiten aus, so Architekt Reinold Hendker aus Bad Lippspringe . Die Mitarbeiter der Verbände empfinden ihre neue Heimat durchweg als vorteilhaft und loben die kurzen Wege. Die Arbeit unter einem Dach bündelt inhaltlich alle Kräfte.

Selbst Dietmar Davids, Geschäftsführer der Bischof-Hermann-Stiftung, zeigte sich überrascht über die große Zahl der Menschen, die im „Haus der Verbände“ arbeiten und hier Arbeit am Menschen leisten. „Mit diesem Haus werden Akzente gesetzt“, so Bischof Genn.

Er ist überzeugt: „Wir sind ein Bistum der Verbände und wollen es auch bleiben.“ Genn ermutigte alle Beteiligten, nicht zum Abgesang der Verbände zu blasen, wie dieser immer wieder prophezeit werde. „Es lohnt sich in Verbände zu investieren“, sagte der Bischof.

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