Bilanz in Leipzig
Katholikentag spült Geld in die Stadtkasse

Münster -

Wie teuer kommt der Katholikentag 2018 die Stadt Münster zu stehen? Die Leipziger Bilanz gibt einen Hinweis.

Dienstag, 08.11.2016, 16:11 Uhr

Dr. Martin Stauch, Geschäftsführer des Trägervereins des Katholikentags  
Dr. Martin Stauch, Geschäftsführer des Trägervereins des Katholikentags   Foto: Katholikentag-Büro

Während am Breul die Geschäftsstelle des 101. Deutschen Katholikentags ihre Arbeit aufgenommen hat und zehn Mitarbeiter den Blick auf 2018 werfen, zieht Leipzig Bilanz: Durch die vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ausgerichtete Großveranstaltung in diesem Mai hat die sächsische Stadt rund 7,5 Millionen Euro eingenommen. Das geht nach Angaben der Katholischen Nachrichten-Agentur aus einer vorläufigen Schätzung des Kultur-Dezernats hervor.

Leipziger Bilanz als Beitrag in der Kosten-Debatte

Vor dem Christentreffen hatte es in Leipzigs Stadtrat kontroverse Debatten über den Zuschuss der Stadt in Höhe von einer Million Euro für das Großereignis gegeben. Eine ähnliche Debatte um einen Barzuschuss folgte später in Münster . Ursprünglich hatte das ZdK für 2018 eine Finanzspritze in Höhe von 1,5 Millionen Euro von der Stadt erbeten.

Der Geschäftsführer des Katholikentags , Dr. Martin Stauch, äußerte angesichts der jetzt bekannt gewordenen Zahlen die Hoffnung, dass die Leipziger Bilanz auch mit Blick auf den kommenden Katholikentag 2018 in Münster „als sachlicher Beitrag in der Debatte um die Kosten für die Kommune“ gehört werde. Münsters Stadtrat hatte einen beantragten Zuschuss zunächst abgelehnt.

Besucher in Leipzig gaben 7,2 Millionen Euro aus

Statt mit Fördergeldern will die Stadt den Katholikentag nun mit Sachleistungen unterstützen. Wie diese aussehen, ist aber noch nicht endgültig geklärt.

Nach Schätzung des Leipziger Kultur-Dezernats gaben die rund 40 000 Besucher während des fünftägigen Großevents netto 7,2 Millionen Euro aus. Davon flossen 3,5 Millionen Euro etwa in Form zusätzlicher Steuereinnahmen an die Kommune zurück. Diese erhielt weitere vier Millionen Euro beispielsweise durch Mieten, Gebühren und Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit dem Katholikentag anfielen.

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