Uni Münster will möglicherweise weitere Cluster beantragen
Neuer Run auf Förder-Millionen

Münster -

An den deutschen Universitäten beginnt wieder das Wetteifern. Es startet eine neue Runde des Exzellenzwettbewerbs, der nun offiziell „Exzellenzstrategie“ heißt. Jährlich 385 Millionen Euro wollen Bund und Länder ab 2019 für Spitzenforschung an ihren staatlichen Hochschulen ausschütten. An der Universität Münster laufen die Vorbereitungen für die neue Wettbewerbsrunde auf Hochtouren.

Mittwoch, 16.11.2016, 08:11 Uhr

Forscher an der Universität Münster: Naturwissenschaftler des Clusters „Cells in Motion“.
Forscher an der Universität Münster: Naturwissenschaftler des Clusters „Cells in Motion“. Foto: WWU

Bereits am 1. Dezember nämlich müssen die Hochschulen bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) kundtun, welche Anträge sie stellen wollen. Für die Westfälische Wilhelms-Universität (WWU) ist klar, dass für die beiden bereits geförderten Exzellenzcluster „Religion und Politik“ sowie „Cells in Motion“ Folgeanträge gestellt werden. Das hat der neue Rektor Johannes Wessels kürzlich vor dem Senat klargestellt. „Wir überlegen aber derzeit, ob wir noch weitere Anträge für Cluster stellen werden“, präzisierte jetzt Uni-Sprecher Norbert Robers . Die Entscheidung werde in den nächsten Tagen im Forschungsbeirat der Universität fallen.

Das Rennen um die Forschungsmillionen werde nun voraussichtlich noch härter als in den vorigen Runden, so Wessels im Senat. Von der ausgeschriebenen Summe könnten 45 bis 50 Cluster bundesweit gefördert werden, so Wessels. 43 gebe es aber bereits – und es sei davon auszugehen, dass für sie Folgeanträge gestellt würden.

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An die beiden Cluster der Universität Münster sind seit 2007 gut 100 Millionen Euro geflossen, knapp 69 Millionen davon an den Cluster „Religion und Politik“, der seit 2007 gefördert wird. Der Cluster zur Zellforschung „Cells in Motion“ kam 2012 hinzu. Die neue Förderung beginnt Anfang 2019, bis dahin hat der Bund eine Übergangsfinanzierung für die bestehenden Projekte zugesagt.

Rektor Prof. Johannes Wessels begrüßt es, dass bei der Auswahl der Projekte nun nur noch „rein fachliche Kriterien“ zählten. Interdisziplinärität sei – anders als in den vorherigen Runden – keine Erfolgs-Voraussetzung mehr. Die Entscheidung über die künftige Förderung von Clustern, also exzellenten Forschungsverbünden der Hochschulen, fällt im September 2018.

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