Standortsuche für Stadion
Lewes Nebelkerzen

Irgendwie wünscht man sich, dass die Stadion-Debatte noch mal ganz neu beginnen würde: Solide eingestielt, mit einem realistischen Zeithorizont und Klarheit bei der Finanzierung. Stattdessen muss man sich fast täglich wundern. Ein Kommentar.

Sonntag, 20.11.2016, 09:11 Uhr

Inzwischen daddelt die vom neuen Preußen-Kurs in Sachen Stadion-Standort vollkommen überrumpelte Stadtspitze kräftig mit.

Nachdem die Klärung für den Standort Nieberding­straße dank medialer Hilfe nicht bis März gedauert hat, bringt Oberbürgermeister Lewe nun ohne Not die Prüfung von zwei weiteren, namentlich nicht benannten Grundstücken öffentlich ins Spiel: Vielleicht Hessenweg oder Haus Uhlenkotten oder gar Amelsbüren , wer weiß das schon?

Damit schürt der OB, das sollte er wissen, bei Preußen-Fans neue Hoffnungen – obwohl das gesamte Stadtgebiet in den vergangenen Jahren quasi Qua­dratmeter für Quadratmeter nach einem geeigneten Standort für ein Stadion gescannt wurde. Bekanntermaßen fast ergebnislos!

Was Lewe beim vagen Andeuten neuer Standorte umtreibt, bleibt sein Geheimnis. Gut beraten dürfte er damit kaum sein. Sollte aber wider Erwarten eine seiner beiden Nebelkerzen am Ende leuchten, drängt sich automatisch eine andere Frage auf: Haben der OB und seine Verwaltung das Land bei der Suche nach einem etwa gleichgroßen Gefängnis-Areal tatsächlich so unterstützt, wie sie immer beteuern?  

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