Parteichef Rickfelder bei Neuwahlen vor dem Aus
Sybille Benning ist der Plan B der CDU

Münster -

Die Bundestagsabgeordnete Sybille Benning ist der Plan B der CDU, wenn es bei der Kreismitgliederversammlung am Montagabend Vorstandsneuwahlen geben sollte. Insider gehen davon aus, dass in diesem Fall Kreisvorsitzender Josef Rickfelder nicht kandidieren würde.

Mittwoch, 23.11.2016, 12:11 Uhr

Sybille Benning 
Sybille Benning  Foto: CDU

Münsters CDU steht vor einer parteiinternen Zerreißprobe. Weil der nicht gewählte Landtagskandidat Markus von Diepenbroick-Grüter und der erst im vergangenen Jahr in der Kandidatur um den Parteivorsitz unterlegene Marc Würfel-Elberg eine Liste mit 113 gültigen Unterschriften vorlegten, findet am kommenden Montag eine Kreismitgliederversammlung in der Mensa am Ring statt. Dort entscheiden die Parteimitglieder auch darüber, ob es an dem Abend zu einer Abwahl und Neuwahl des Kreisvorstandes kommen soll, so wie es Diepenbroick-Grüter vorschwebt.

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In diesem Fall würde Parteichef Josef Rickfelder bedenklich wackeln. „Wenn sich die Mitglieder für Neuwahlen aussprechen, dürfte es knapp für eine Mehrheit für den Vorsitzenden werden“, sagen Insider. Parteistrategen rechnen damit, dass Rickfelder im Fall einer gewollten Neuwahl nicht kandidieren, sondern zurücktreten würde. Der CDU-Vorsitzende äußerte sich dazu am Dienstag nicht. Die Bundestagsabgeordnete Sybille Benning soll dann der Plan B sein. CDU-Verantwortliche haben mit ihr bereits über dieses Szenario gesprochen – auch um Würfel-Elberg, dem Ambitionen auf den Vorsitz nachgesagt werden, zu verhindern.

Würfel-Elberg geht es um eine Aussprache rund um die von organisatorischen Pleiten beladenen Nominierungsverfahren der Bundes- und Landtagskandidaten. „Ich säge nicht an irgendwelchen Stühlen. Im Notfall würde ich allerdings bereitstehen, Ehrenämter zu übernehmen“, so Würfel-Elberg.

In einem Begleitschreiben zur Einladung bitten aktuelle und frühere CDU-Mandatsträger die Mitglieder darum, dem beantragten Tagesordnungspunkt „Abwahl/Neuwahl des Kreisvorstandes“ nicht zuzustimmen. Sybille Benning, Simone Wendland, Dr. Stefan Nacke, Markus Lewe, Stefan Weber, Prof. Dr. Thomas Sternberg, Ruprecht Polenz, Karin Reismann sowie Günter Schulze Blasum fordern zur Geschlossenheit auf. „Wir haben alle Zeit der Welt, nach der Bundestagswahl in Ruhe über die Zusammensetzung des ohnehin im nächsten Jahr zu wählenden Kreisvorstandes zu sprechen und dann Personalentscheidungen mit Sorgfalt zu treffen“, heißt es. 

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