Reaktivierung der WLE-Strecke
CDU: Bürgerinitiative verbiegt unseren Standpunkt

Münster -

Die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Münster-Südost zeigt sich irritiert über einen Flyer der Bürgerinitiative (BI) gegen die Reaktivierung der WLE-Strecke.

Montag, 28.11.2016, 13:11 Uhr

Die Gleise der Westfälischen Landeseisenbahn am Industrieweg in Münster werden nur sporadisch für Güterzüge benötigt. Die Strecke soll aber für den Personenverkehr reaktiviert werden.
Die Gleise der Westfälischen Landeseisenbahn am Industrieweg in Münster werden nur sporadisch für Güterzüge benötigt. Die Strecke soll aber für den Personenverkehr reaktiviert werden. Foto: Günter Bennig

„Sehr verwundert“ sei die CDU-Fraktion über den Flyer, den die BI gegen die Reaktivierung der WLE-Strecke in diesen Tagen in Umlauf bringe, heißt es in einer Pressemitteilung der CDU . Sie vermutet, dass die BI-Verantwortlichen die Stellungnah me der CDU nicht aufmerksam gelesen haben.

Flyer der Bürgerinitiative

Denn dort heiße es: „Der Einsatz von Quartiersbussen ist mit Blick auf die älter werdende Bevölkerung eine gute Möglichkeit, in der sowohl die Wohn- und Einkaufsbereiche zu verbinden als auch die Bahnhaltepunkte attraktiv anzubinden.“ In dem Flyer der BI dagegen sei zu lesen: „Ihre Buslinie 8 soll künftig leider nicht mehr in die Stadt fahren! Sie soll ersetzt werden durch Quartiersbusse, die die Siedlungen miteinander verbinden und zu den Haltepunkten der WLE-Bahn fahren. “

Außerdem sei nicht – wie die BI es darstelle – eine Entfernung zur nächsten Haltestelle von unter 500 Metern geplant. Der CDU gehe es darum, den Münster-Standard von circa 300 Metern zu erhalten, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Kritik

„Wir sind gern bereit, auf die Anliegen der BI einzugehen“, sagt Fraktionsvorsitzender Franz-Josef Ruwe , „aber wir verlangen auch, dass man unsere Standpunkte wahrheitsgemäß wiedergibt. Außerdem kann ein Kompromiss in der Politik nicht darin bestehen, dass die Politik den Standpunkt jeder BI zu 100 Prozent übernimmt. Wer so wenig kompromissbereit ist, dass er unseren Standpunkt eher verbiegt, als sich mit ihm auseinanderzusetzen, macht es uns unmöglich, mit der BI gemeinsam eine Lösung zum Wohle aller zu entwickeln.“

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