Umweltfreundliche Energien
„Der Stoff, aus dem die Träume sind“

Münster -

Münsters erste Wasserstoff-Tankstelle ist am Montag durch NRW-Umweltminister Johannes Remmel in Amelsbüren eingeweiht worden. Betreiber ist die Westfalen AG, die mit dem Projekt auch ein Signal zur Energiewende setzen möchte.

Montag, 05.12.2016, 20:12 Uhr

Die erste Wasserstoff-Tankstelle in Amelsbüren ist am Netz und unterscheidet sich zumindest optisch nur durch die größeren Zapfsäulen von herkömmlichen Tankanlagen.
Die erste Wasserstoff-Tankstelle in Amelsbüren ist am Netz und unterscheidet sich zumindest optisch nur durch die größeren Zapfsäulen von herkömmlichen Tankanlagen. Foto: hpe

Der Kundenkreis ist zumindest aktuell zum Start der ersten Wasserstoff-Tankstelle im Münsterland noch recht überschaubar: Mit Norbert Mattern aus dem Aasee-Viertel gibt es erst einen Privatkunden in Münster, der ein Elektroauto mit Brennstoffzellentechnik besitzt. Dazu gesellen sich eine halbes Dutzend Vorzeigeautos regionaler Händler und bald zwei Busse, die ab 2017 bei den Stadtwerken mit Wasserstoffantrieb rollen sollen.

Trotzdem ist die Tankstelle ein „Leuchtturmprojekt für den Stoff, aus dem die Träume sind“, so Westfalen AG-Vorstandschef Wolfgang Fritsch-Albert am Montag bei der Einweihung der insgesamt rund drei Millionen Euro teuren Zapfanlage im Gewerbegebiet Hansa-Business-Park in Amelsbüren unweit der Autobahnabfahrt Hiltrup.

Beispiel Niederlande

Man sei stolz, als einziger Mittelständler bundesweit Maßstäbe bei der Förderung umweltfreundlicher Energien setzen zu können, so Fritsch-Albert. Dem Autoantrieb mit Wasserdampf könne die Zukunft gehören, wenn das Tankstellennetz zügig ausgebaut und die Energiewende auch politisch vorangetrieben werde, meinte der Firmenchef.

Bei NRW-Umweltminister Johannes Remmel , der schon in naher Zukunft selbst mit einem Wasserstoff-Dienstwagen zurück nach Amelsbüren zum Tanken kommen will, stößt die Botschaft von Fritsch-Albert auf offene Ohren. Bei der Eröffnung forderte der grüne Umweltexperte „ein rasches Umdenken auch bei den Fahrzeugherstellern und politisch Verantwortlichen“. Als Beispiel nannte die Niederlande, wo ab 2025 keine Neufahrzeuge mit Benzinmotoren mehr zugelassen werden sollen.

Zukunft Mobilität

Die nach Düsseldorf und Wuppertal nun dritte und öffentlich mit 1,5 Millionen Euro geförderte Wasserstofftankstelle in NRW ist für Remmel „ein wichtiger Baustein“, zumal in Amelsbüren auch Busse und Lastwagen betankt werden können.

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„Hier wird ein Fenster aufgemacht für die Zukunft der Mobilität“ schwärmte der Minister im Festzelt an der Tanke. Ziel der Landesregierung sei es, bis zum Jahr 2030 „immissionsfrei mobil zu sein“. Auch, weil die Belastung mit Stickstoffdioxid nach wie vor das „Problem Nummer eins“ bei allen Luftqualitätsmessungen sei.

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