Parteiaustritt
Van Suntum steigt bei Alfa aus

Münster -

Mit seinen Äußerung hat Wirtschaftsprofessor Ulrich van Suntum viel Kritik geerntet. Jetzt verlässt er seine bisherige Partei Alfa.

Montag, 19.12.2016, 19:02 Uhr aktualisiert: 19.12.2016, 19:13 Uhr
Ulrich van Suntum 
Ulrich van Suntum  Foto: privat

Der umstrittene münsterische Wirtschaftsprofessor Dr. Ulrich van Suntum beendet seinen Ausflug in die Partei-Politik: Er hat nach eigenen Angaben seinen Rücktritt von allen Parteiämtern und seinen Austritt aus der früheren Alfa-Partei, die inzwischen den Namen LKR (Liberal-Konservative Reformer) trägt, erklärt. Van Suntum war sowohl Landesvorsitzender in NRW als auch stellvertretender Bundesvorsitzender der Partei gewesen, die Bernd Lucke nach seinem Austritt aus der AfD gegründet hatte.

„Leider hat sich die Partei anders entwickelt, als ich es erwartet und gehofft habe. Mit meinen strategischen Vorstellungen habe ich mich im Bundesvorstand nicht durchsetzen können. Wenige Monate vor den entscheidenden Landtagswahlen stehen wir deshalb mit einem völlig neuen Namen und einem Bekanntheitsgrad von nahezu null da“, erklärt van Suntum seinen Rückzug in einer Pressemitteilung. Außerdem seien ökonomische Themen zugunsten von populistischer Flüchtlings- und Islamkritik im Landesverband NRW zunehmend in den Hintergrund getreten.

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Umstrittener Tweet: Ein Kommentar im Internet von Prof. Ulrich van Suntum von der Universität Münster sorgte im November für Ärger .

Korrektur: Den umstrittenen Twitter-Beitrag hat van Suntum schließlich gelöscht und sich distanziert .

Strafanzeige: Rassismus wurde van Suntum schon häufiger vorgeworfen. Im Dezember 2015 wehrte der Professor sich mit einer Anzeige .

Spaß-Scharmützel: Die ZDF „Heute-Show“ hat sich über die Partei ALFA lustig gemacht, insbesondere das Alter ihrer Mitglieder. Als Landesvorsitzender fordert von Suntum Moderator Oliver Welke zu einem Wettrennen heraus. Doch daraus wurde nichts .

...

Mit seinen politischen Äußerungen hatte van Suntum in der Vergangenheit mehrfach Kritik auf sich gezogen. Unter anderem wurden ihm Rassismus und nicht hinnehmbarer Rechtspopulismus vorgeworfen. Der Professor hat nach eigenen Worten jetzt gemeinsam mit bisherigen Parteifreunden einen Sparerschutzverein gegründet. Er will sich für stabiles Geld und solide Staatsfinanzen einsetzen.

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