Umrüstung der Straßenlaternen
Münster-Erleuchtung dank LED

Münster -

Münster ersetzt sukzessive die Straßenbeleuchtung und tauscht die Glühbirnen-Lampen durch LED-Leuchten aus. Die Quecksilberdampf-Leuchten werden 2017 komplett aus dem Straßenbild verschwinden.

Mittwoch, 28.12.2016, 07:12 Uhr

Alt und neu bei der Straßenbeleuchtung: Stadtwerke-„Lichtmeister“ Ernst Wiesmann hat noch die bald ausrangierte Glühlampen-Variante in der Hand, Sprecherin Daniela van der Pütten zeigt die neuen LED-Straßenlampen.
Alt und neu bei der Straßenbeleuchtung: Stadtwerke-„Lichtmeister“ Ernst Wiesmann hat noch die bald ausrangierte Glühlampen-Variante in der Hand, Sprecherin Daniela van der Pütten zeigt die neuen LED-Straßenlampen. Foto: hpe

Die Stadtwerke rüsten ihre 28.000 Straßenlaternen flächendeckend auf die energiesparende LED-Technik um und reagieren so auf die neue EU-Ökodesign-Richtlinie, die ein Glühlampen-Verbot auch für die Kommunen verbindlich vorschreibt.

Im kommenden Jahr sollen die letzten 1000 uralten Quecksilberdampf-Leuchten aus dem Straßenbild verschwunden sein. Bis allerdings alle Glühbirnen erloschen sind, wird es noch Jahre dauern.

Sukzessiver Austausch

„Es macht natürlich nur Sinn, komplette Straßenzüge in einem Rutsch mit der LED-Technik umzurüsten, um ein einheitliches Beleuchtungsbild zu bekommen“, so Stadtwerke-Sprecherin Daniela van der Pütten. Seit 2006 ist der kommunale Energieversorger für die lokale Straßenbeleuchtung zuständig, ein sechsköpfiges Team unter Leitung von Ernst Wiesmann betreut die Laternen. Sie stehen auf insgesamt 900 Kilometern Länge an Straßen und Wegen.

Der sukzessive Austausch der Lampen ist im städtischen Beleuchtungskonzept geregelt. Im Januar werden die Stadtwerke am Bauhof in Coerde mehrere Dutzend neue LED-Laternenmodelle in einem Nachttest unter die Lupe nehmen und dann dem Rat Gestaltungsvorschläge beispielsweise für die neue Beleuchtung in der Promenade machen.

Jährlich 200 defekte Lampen

„Gerade im Bereich des Grüngürtels und entlang markanter Innenstadt-Verbindungen spielt natürlich auch die Optik eine wichtige Rolle“, so van der Pütten. Bis 2018 sollen die Design-LED-Leuchten dann die Promenade erhellen, aber nicht in gleißendes Licht tauchen.

„Mit der neuen Technik ist eine punktgenaue Ausstrahlung möglich, die Wartungsintervalle werden deutlich größer, die Lampen verschmutzen weniger, und wir sparen bis zu 80 Prozent an Energie im Vergleich zu den Glühbirnen“, so Wiesmann.

Bis Ende kommenden Jahres sollen rund zehn Prozent der münsterischen Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt sein, Ein zentraler Dämmerungssensor an der Stadtwerke-Zentrale steuert das Ein- und Ausschalten der Beleuchtung, die Lampen brennen im Durchschnitt 4100 Stunden im Jahr. 200 defekte Lampen oder Masten müssen jährlich ausgetauscht werden, der Jahresetat für die Straßenbeleuchtung liegt bei 5,5 Millionen Euro.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4523814?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F4847812%2F4847813%2F
Zwei Frauen über Politik, Wahlen und Frauenquote
Interview: 100 Jahre Frauenwahlrecht: Zwei Frauen über Politik, Wahlen und Frauenquote
Nachrichten-Ticker