Tipps für Erkältete
So wird man schnell gesund

Münster -

Die Erkältungswelle zieht immer weitere Kreise. Auch in Münster nimmt die Zahl der Kranken zu. Hier finden Sie Tipps, wie man schnell wieder gesund wird.

Montag, 16.01.2017, 09:00 Uhr aktualisiert: 16.01.2017, 10:26 Uhr
Die Erkältungswelle rollt: Auch in Münster sind zurzeit viele Menschen krank.
Die Erkältungswelle rollt: Auch in Münster sind zurzeit viele Menschen krank.

Das Schmuddelwetter und seine Folgen haben die Menschen in Münster fest im Griff: Entweder schleppen sich die „Schniefnasen“ in den Betrieb, oder die Büros sind regelrecht verwaist, weil mehr und mehr Kollegen mit einer dicken Erkältung flachliegen.

Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel fürs Immunsystem gibt es in Hülle und Fülle. „Aber letztlich sollte man nur auf das vertrauen, was auch nachweislich gegen die Erkältung hilft“, rät Apothekerin Angelika Plassmann , Sprecherin der münsterischen Apothekerschaft. Sie gibt Tipps, wie man die lästige Erkältung möglichst schnell wieder loswird.

Es gibt keine Wundermittel 

„Leider muss man sich von der Idee verabschieden, dass es Wundermittel gibt, mit denen man eine dicke Erkältung nach einem Tag abschütteln kann“, stellt Apothekerin Plassmann klar. „Wer die schnelle und unkomplizierte Lösung verspricht, ist schlichtweg unseriös.“ Es gebe dennoch tatsächlich ein Nahrungsergänzungsmittel, das es nachweislich schafft, eine Erkältung in vielen Fällen zu verkürzen – wenn man schnell reagiert: „Die Einnahme von Zink reduziert die Dauer einer Erkältung um bis zu einen Tag.

Zink verkürzt die Erkältung

Das gilt, wenn es innerhalb von 24 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome regelmäßig als Lutschtablette eingenommen wird“, fasst Plassmann die wissenschaftlichen Studien der vergangenen Jahre zusammen. Neueste Studien zeigten zudem, dass hochdosierte Zink-Lutschtabletten – insgesamt 80 Milligramm pro Tag – sogar die Symptome von Erkältungen reduzieren können.

Auch andere Erkältungspräparate helfen dabei, die Krankheit in den Griff zu bekommen: „Angezeigt sind Schleimlöser, Nasenspray oder auch Fieber senkende Mittel“, so Plassmann.

Erkältungspräparate

Kombipräparate, die noch dazu Schlaf- und Schmerzmittel enthielten, würden oft in der Apotheke nachgefragt. „Hier stellt sich immer die Frage, ob man alle enthaltenen Wirkstoffe wirklich benötigt“, merkt Plassmann kritisch an. Alle Erkältungspräparate haben jedoch eines gemein: „Sie greifen den grippalen Infekt als Ursache nicht direkt an, sondern lindern die Symptome.“

Das sei durchaus sinnvoll: „Hustenstiller und Nasenspray schaffen bei starkem Reizhusten oftmals erst die Voraussetzung dafür, dass der Patient dank freier Nase und ohne Reizhusten nachts überhaupt schlafen kann“, sagt Plassmann. Patienten sollten sich auf jeden Fall in der Apotheke vor Ort beraten lassen. Das pharmazeutische Personal stellt die passenden Wirkstoffe für jeden Betroffenen nach dem jeweiligen Bedarf zusammen.

Schonung und Ruhe sind angesagt

Dennoch sollte man sich nicht überschätzen, wie Apothekerin Plassmann warnt: „Nur weil man sich durch die Arzneimittel besser fühlt, ist der Körper noch lange nicht gesund. Schonung und Ruhe sind in jedem Fall so lange angesagt, bis der Infekt auskuriert ist.“

Bei Verschleppung der Erkältung droht lebensgefährliche Herzmuskel-Entzündung

Gerade einige Kombipräparate, die durch Pseudoephedrin eine aufputschende Wirkung entfalten, verleiten viele Patienten dazu, sich zu verausgaben, obwohl der Körper immer noch krank ist. „Das kann im schlimmsten Fall zu einer Verschleppung der Erkältung und dadurch zu einer lebensgefährlichen Herzmuskel-Entzündung führen.“

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