Bürgerausschuss Münsterscher Karneval
Oberkarnevalisten treten ab

Münster -

Für einige einflussreiche Oberkarnevalisten ist nach dieser Session Schluss. Der Chef des Bürgerausschusses Münsterscher Karneval, Rolf Jungenblut, kündigt ebenso wie Generalprinzmarschall Matthias Christenhusz seinen Rücktritt an. Beide sind nicht die einzigen Spitzenfunktionäre, die gehen.

Donnerstag, 19.01.2017, 08:01 Uhr

Geprima Matthias Christenhusz mit Ehefrau Bärbel
Geprima Matthias Christenhusz mit Ehefrau Bärbel Foto: ohw

Für einige einflussreiche Oberkarnevalisten der Stadt ist am Aschermittwoch auf eigenem Wunsch wirklich alles vorbei. Sowohl die Spitze des Bürgerausschusses Münsterscher Karneval (BMK) als auch die der Prinzengarde formiert sich nach dieser Session neu.

BMK-Präsident Rolf Jungenblut (62) bestätigt am Tag vor der Aufzeichnung der großen Fernsehgala „Westfalen haut auf die Pauke“ (Whap) seinen Rückzug. „15 Jahre als Präsident und acht Jahre als Vizepräsident sind genug. Ich möchte nicht aus dem Amt getragen werden“, sagt Jungenblut.

Der BMK ist unter anderem für die Organisation des Rosenmontagszuges verantwortlich. Auch Zugkommandant Gerd Meier wird nach dieser Session aufhören. BMK-Schatzmeister Rolf Schröder kündigt nach über zehn Jahren im Amt ebenfalls seinen Abschied an. Er bleibt aber für weitere zweieinhalb Jahre Chef der Fernsehgala Whap.

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Rolf Jungenblut, Präsident des Bürgerausschusses Foto: hpe

Dr. Helge Nieswandt, neben Dr. Heiner Hoffmeister einer der beiden Vizepräsidenten des Bürgerausschusses, bestätigt seine Bereitschaft, für die Nachfolge von Jungenblut zu kandidieren. Gemeinsam mit Geschäftsführer Bernhard Averhoff möchte er bis zur BMK-Frühjahrsversammlung im Mai ein schlagkräftiges Vorstandsteam zusammenstellen. „Wir wollen auf eine Mischung von erfahrenen und jung-dynamischen Karnevalisten setzen“, sagt Nieswandt. Erste Gespräche seien geführt worden. Entscheiden über den neuen Vorstand werden die BMK-Mitglieder, in der Vertreter der fast 40 Mitgliedergesellschaften und der Prinzengarde zusammenkommen.

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Vizepräsident Dr. Helge Nieswandt Foto: hpe

Vor drei Jahren hatte Matthias Christenhusz das Amt des Generalprinzmarschalls, der darüber entscheidet, wer Prinz Karneval in Münster wird, von Andreas Wissing übernommen. „Ich hatte damals schon angekündigt, dass ich das Amt für drei Jahre bekleiden werde“, sagt Christenhusz. Er plant bei der Herbstversammlung der Prinzengarde, die über 50 Persönlichkeiten aus Münster in ihren Reihen hat, sein Amt zur Verfügung stellen. Bis dahin wird er gemeinsam mit Hofmarschall Rolf Büschenfeld und Planungsmarschall Marcus Janotta den neuen Prinzen 2017/18 auf das Gleis gestellt haben.

Büschenfeld wird ebenfalls bei der Herbstversammlung sein Amt niederlegen, sagt er. Gleiches gilt für Janotta, der allerdings bereits vor drei Jahren als neuer Generalprinzmarschall gehandelt worden war. „In sechs Wochen haben wir Zeit genug, ohne Termindruck die Weichen für die Zukunft zu stellen. Jetzt feiern wir erst einmal Karneval“, sagt Janotta.

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