Diskussion über neues Bauland
„Keine Mauer um Münster bauen“

Münster -

Das Wort, das in der Aussprache immer wieder fiel, lautete Kriterienkatalog. Der Liegenschaftsausschuss diskutierte am Mittwochabend über den Plan der Stadt Münster, bis 2030 jährlich 2000 Wohnungen bauen zu können. Zumindest möchte die Stadt die dafür erforderlichen, bebaubaren Flächen zur Verfügung stellen.

Donnerstag, 26.01.2017, 08:01 Uhr

Diskussion über neues Bauland : „Keine Mauer um Münster bauen“
Foto: dpa

Mattias Bartmann , in der Stadtverwaltung zuständig für das Baulandprogramm, informierte die Kommunalpolitiker über die Ergebnisse einer Planungswerkstatt, die sich darüber Gedanken gemacht hat.

Kriterien für Wahl der Bauflächen?

Pro Jahr werden zwischen zehn und 20 Hektar Bauland erforderlich sein. Angesichts dieses enormen Flächenverbrauchs, so Bartmann, müsse es nachvollziehbare Kriterien geben, warum an einer bestimmten Stelle Wohnungen entstehen sollen und an einer anderen nicht. Diese Kriterien müssten in den Verhandlungen mit bauwilligen Investoren ebenso gelten wie im Gespräch mit kritischen Anwohnern.

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Bei allen damit verbundenen Problemen stellte der zuständige Immobiliendezernent Matthias Peck ganz klar, dass die Stadt auf die anhaltende Zuwanderung nach Münster nicht mit Restriktionen reagieren werde: „Wir wollen keine Mauer um Münster herum bauen.“

Zuwanderung stoppen?

Sollte die Stadt Münster das Ziel verfolgen, die Zuwanderung zu stoppen, so würden die Immobilienpreise noch stärker explodieren, „und wir würden einen gesellschaftlichen Wandel erleben, wie wir ihn nicht haben sollen“.

Politiker aller Parteien lobten den von Bartmann vorgelegten Bericht.

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