Kundgebung gegen AfD-Empfang am Freitag
Polizei rechnet mit mehreren Tausend Demonstranten

Münster -

Die Polizei rechnet bei der Kundgebung gegen den AfD-Empfang am Freitag mit mehreren Tausend Teilnehmern. Beeinträchtigungen in der Innenstadt seien unvermeidbar.

Mittwoch, 08.02.2017, 15:16 Uhr aktualisiert: 08.02.2017, 18:58 Uhr
Die Polizei will das Rathaus und das Stadtweinhaus während des AfD-Empfangs absperren. Beeinträchtigungen seien unvermeidbar, teilt das Polizeipräsidium mit.
Die Polizei will das Rathaus und das Stadtweinhaus während des AfD-Empfangs absperren. Beeinträchtigungen seien unvermeidbar, teilt das Polizeipräsidium mit. Foto: Oliver Werner

Am Freitagabend (10. Februar) findet der Neujahrsempfang der AfD im Rathaus der Stadt Münster statt. Aus Protest gegen diese nicht öffentliche Versammlung hat das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ ab 17.30 Uhr eine Kundgebung auf dem Prinzipalmarkt angemeldet, zu der mehrere Tausend Teilnehmer erwartet werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei.

Tatsächlich hat die Seite „Kein Platz für Frauke Petry im Rathaus“, auf der beim sozialen Online-Netzwerk Facebook für die Kundgebung geworben wird, bereits über 5000 Zusagen registriert.

„Die Initiatoren der beiden Versammlungen beziehen sich dabei auf das gleiche Grundrecht der Versammlungsfreiheit in unserer Verfassung“, sagte der Einsatzleiter Rudi Koriath am Mittwoch in Münster. Die Polizei treffe entsprechende Sicherheitsmaßnahmen.

Sie wird den Prinzipalmarkt rund um das historische Rathaus und das Stadtweinhaus absperren, – „um die Eigenständigkeit jeder Versammlung zu wahren und das Herzstück münsterscher Stadtgeschichte zu schützen“, so die Polizei.

Unterstützung von Bereitschaftspolizei

Diese Absperrung führe zu Beeinträchtigungen, sei jedoch unvermeidbar. Das Rathaus wird weiträumig abgesperrt, zwischen den Geschäften Weitkamp und Benetton auf der einen sowie Oeding-Erdel und Elfi auf der anderen Seite wird sich niemand auf dem Prinzipalmarkt aufhalten können. 

Die Polizei geht davon aus, „dass sich die Teilnehmer beider Versammlungen ihrer Verantwortung zu einem friedlichen Verlauf bewusst“ seien.

„Leider nutzen jedoch einzelne Gewalttäter das Umfeld von Versammlungen zu Straftaten wie Sachbeschädigungen, Nötigungen oder Körperverletzungen“, erläuterte der Leitende Polizeidirektor. „Wir werden bei Straftaten konsequent einschreiten und unserem Auftrag zur Strafverfolgung nachkommen.“

Die Polizei Münster wird bei diesem Einsatz von der Bereitschaftspolizei und Diensthunden aus anderen Kreispolizeibehörden Nordrhein-Westfalens unterstützt.

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