Das LWL-Museum für Naturkunde wird 125 Jahre alt
Der Publikums-Liebling

Münster -

Für Dinosaurier, Fischotter und Co. ist es bekannt: Das LWL-Museum für Naturkunde am Aasee begeht in diesem Jahr ein ganz besonderes Jubiläum. Gegründet 1892, schaut das älteste Museum des Landschaftsverbandes am Freitag auf eine 125-jährige Geschichte zurück.

Freitag, 10.02.2017, 08:00 Uhr
Die Dinosaurier auf dem Museumsvorplatz waren Zeugen, als LWL-Direktor Matthias Löb (r.) an Museumsdirektor Dr. Jan Ole Kriegs eine Urkunde zum 125-jährigen Bestehen des LWL-Museums für Naturkunde überreichte.
Die Dinosaurier auf dem Museumsvorplatz waren Zeugen, als LWL-Direktor Matthias Löb (r.) an Museumsdirektor Dr. Jan Ole Kriegs eine Urkunde zum 125-jährigen Bestehen des LWL-Museums für Naturkunde überreichte. Foto: LWL/Steinweg

Für Dinosaurier, Fischotter und Co. ist es bekannt: Das LWL-Museum für Naturkunde am Aasee begeht in diesem Jahr ein ganz besonderes Jubiläum. Gegründet 1892, schaut das älteste Museum des Landschaftsverbandes am Freitag auf eine bereits 125-jährige Geschichte zurück. Zum Jubiläum überreichte LWL-Direktor Matthias Löb dem Museumsdirektor Dr. Jan Ole Kriegs eine Urkunde. „Den Entdeckergeist in jedem Alter zu wecken – das gelingt dem Naturkundemuseum seit 125 Jahren sehr erfolgreich“, so Löb.

Provinzialmuseum für Naturkunde

Im 19. Jahrhundert untersuchte eine Reihe ehrenamtlicher Naturforscher um den Professor und Zoogründer Hermann Landois die Tier- und Pflanzenwelt Westfalens , schreibt das Museum in einer Pressemitteilung. Diese Forscher waren in der zoologischen und botanischen Sektion des Westfälischen Provinzialvereins für Wissenschaft und Kunst organisiert. Die meisten Mitglieder wollten Westfalens Artenfülle in ihren Sammlungen abbilden. Ihr großer Wunsch war es, in Münster ein Zentrum für ihre Beobachtungs- und Sammeltätigkeit zu schaffen. Landois gründete auf dem Gelände des zoologischen Gartens an der Himmelreichallee in Münster das sogenannte Provinzialmuseum für Naturkunde. Am 10. Februar 1892 wurde das fertige Museum der Öffentlichkeit übergeben. Landois wurde erster ehrenamtlicher Direktor des Museums. Träger wurde der Provinzialverband der Provinz Westfalen, der Vorläufer des heutigen Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).

Höhepunkte im Jubiläumsjahr

Das LWL-Museum eröffnet Ende Juni eine neue, modernisierte Dauerausstellung unter dem Titel „Vom Kommen und Gehen - Westfälische Artenvielfalt im Wandel“. Außerdem findet im November eine Tagung zur Würdigung des Ehrenamtes statt.

...

Als der alte Zoo aus Platzgründen an den westlichen Stadtrand von Münster zog, beschloss der LWL, einen großen Museumsneubau mit etwa 4200 Quadratmetern Ausstellungsfläche in der Nachbarschaft des Zoos zu errichten. 1981 wurde das neue Gebäude an der Sentruper Straße bezogen. Seitdem ist auch das Großplanetarium Teil des Museums. „Das Museum besuchen regelmäßig mehr als 200 000 Besucher pro Jahr. Damit ist es eines der erfolgreichsten Museen in Westfalen“, sagte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale .

Wir sind auch unseren Wurzeln treu geblieben – dem Ehrenamt.

Dr. Jan Ole Kriegs, Leiter LWL-Museum für Naturkunde

„Neben den Dauerausstellungsbereichen zu Dinosauriern und anderen fossilen Westfalen sowie zur heimischen Tier- und Pflanzenwelt legen wir besonderen Wert auf große und themenüberspannende Sonderausstellungen. Nur so können wir viele Menschen immer wieder erreichen“, sagte Kriegs. Was aber die wenigsten wüssten: Hinter den Kulissen werde geforscht, gesammelt und gegraben. „Wir sind auch unseren Wurzeln treu geblieben – dem Ehrenamt. In Zusammenarbeit mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern erforschen unsere Wissenschaftler die Biodiversität Westfalen-Lippes, aber auch die fossilen Spuren lange vergangenen Lebens.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4618194?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F4847808%2F4847810%2F
Nachrichten-Ticker