Müllverbrennung
Der Brexit macht Entsorgungsunternehmen nervös

Münster -

Bei den Betreibern deutscher Müllverbrennungsanlagen und Kraftwerke liegen die Nerven blank. Der Grund: Um die Kosten für die nicht ausgelasteten Anlagen im Griff zu halten, werden pro Jahr knapp 700 000 Tonnen englischer Müll als so genannter Ersatzbrennstoff verbrannt. Eine EU-Regelung macht dies möglich. Wichtigster Abnehmer ist RWE mit 140 000 Tonnen.

Donnerstag, 23.02.2017, 07:02 Uhr

Wegen des Brexits wird es diese Form des Müllimports künftig möglicherweise nicht mehr geben, was einen Preisverfall und einen ruinösen Wettbewerb auch für kommunale Entsorgungsunternehmen zur Folge haben dürfte. Die Verbrennungskapazitäten wurden nicht zuletzt mit Steuern und Abfallgebühren aufgebaut. Pikant in diesem Zusammenhang, dass auch die Anlage in Hengelo britischen Müll verbrennt. Im vergangenen Jahr waren es sage und schreibe 223 000 Tonnen. Mit Müllimporten aus Münster bereitet sich Hengelo offenbar auf den absehbaren internationalen Preiskampf vor.

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