Eklat am Möserweg
Hausfriedensbruch und Nötigung - Streit endet mit zwei Strafanzeigen

Münster -

Eigentlich ging es nur um eine Balkonbesichtigung, die mit dem Vermieter abgesprochen war. Doch der Streit zwischen einem Malermeister und einer Mieterin endete mit zwei Strafanzeigen.

Freitag, 24.02.2017, 08:02 Uhr

 
  Foto: Anne Eckrodt

Zu einem Eklat kam es im Rahmen einer Baustellenbegehung am Möserweg – sie endete mit zwei Strafanzeigen. Ein Malermeister und ein Bauunternehmer, beide mit Firmensitz in Roxel, hatten mit dem Eigentümer eines Mietshauses einen Termin für die Begehung abgestimmt.

Es habe sich um eine Balkonsanierung gehandelt, berichtet der Malermeister. Man sei dafür direkt in den Garten gegangen – ohne vor Ort noch mit Bewohnern zu sprechen. Eine Mieterin sei gekommen und habe den Männern lautstark mitgeteilt, dass sie den Garten verlassen sollen. Sie sagte, das Vorgehen sei Hausfriedensbruch. Der Malermeister aber ist sich sicher: „Es war kein Hausfriedensbruch.“ Auch er habe einen lauten Ton angeschlagen, sagt der Bauunternehmer.

Hausfriedensbruch gegen Nötigung

Die Mieterin rief die Polizei. „Mit ihrem Auto hat sie mein Auto zugeparkt“, erinnert sich der Maler. Das sei ein Tipp von den Beamten gewesen, um die Personalien festhalten zu können.

Die zwei Polizisten, die am Möserweg eintrafen, bemerkten gleich, dass „die Chemie zwischen den beiden nicht stimmte“, erklärte Polizeipressesprecherin Angela Lüttmann. Aus der Vernehmung der Beteiligten sei hervorgegangen, dass die Handwerker an der Tür klingeln sollten, um die Mieterin zu informieren. So sei die Vereinbarung gewesen.

„Wir ermitteln jetzt erst mal, weil zwei Strafanzeigen vorliegen“, betonte Lüttmann. Die Mieterin habe eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch erstattet, was auch ihr gutes Recht sei, weil der Garten zum angemieteten Raum gehöre. Im Gegenzug gab der Malermeister eine Anzeige wegen Nötigung auf – wegen des zugeparkten Autos.

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