Informationstag Krebs
Fokus auf Früherkennung

Münster -

Früherkennung, Prävention und Umgang mit Krebs sind die bestimmenden Themen beim Informationstag der Münsteraner Allianz gegen Krebs am Mittwoch in der Bürgerhalle der Bezirksregierung.

Dienstag, 07.03.2017, 10:03 Uhr

Die frühe Diagnose hat Gisela Gravelaar ein neues Leben geschenkt. Privatdozent Dr. Jan Groetzner (l.) und Dr. Frank Fischer als Vertreter der „Münsteraner Allianz gegen Krebs“ möchten bei der Informationsveranstaltung am Mittwoch alle Interessierten auf das Thema Früherkennung, Prävention und Umgang mit Krebs aufmerksam machen.
Die frühe Diagnose hat Gisela Gravelaar ein neues Leben geschenkt. Privatdozent Dr. Jan Groetzner (l.) und Dr. Frank Fischer als Vertreter der „Münsteraner Allianz gegen Krebs“ möchten bei der Informationsveranstaltung am Mittwoch alle Interessierten auf das Thema Früherkennung, Prävention und Umgang mit Krebs aufmerksam machen. Foto: Bührke

Ausgequalmt! Seit einem Monat ist Gisela Gravelaar Nichtraucherin. Von einem Tag auf den anderen hat sie sich von ihren Glimmstängeln getrennt. Nun ja, nicht so ganz freiwillig . . . Nur wenige Wochen ist es her, da bekommt die 65-Jährige die Diagnose Lungenkarzinom. Sie hat Glück im Unglück: Der Tumor ist nur wenige Zentimeter groß, kann minimal-invasiv operiert werden, keine Metastasen, keine Bestrahlung, keine Chemotherapie. „Ich hab ein zweites Leben geschenkt bekommen“, sagt sie dankbar.

Die Münsteranerin ist für die Ärzte ein Beispiel, wie wichtig Früherkennung ist – und dieser Aspekt steht auch ganz oben beim Informationstag der „Münsteraner Allianz gegen Krebs“ (MAgKs) am Mittwoch in der Bürgerhalle der Bezirksregierung.

Clemenshospital, Raphaelsklinik und die Fachklinik Hornheide haben sich vor rund fünf Jahren zusammengeschlossen, um mit geballtem Fachwissen der drei Häuser den Kampf gegen den Krebs gemeinsam anzugehen und die Versorgung der Patienten zu verbessern.

Privatdozent Dr. Jan ­Groetzner (Oberarzt Klinik für Thoraxchirurgie Clemenshospital) und Dr. Frank Fischer (Oberarzt Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie Raphaelsklinik) sind sicher: „Dieses Bündnis kommt jedem Betroffenen zugute.“ Rund 7000 Männer und Frauen werden jährlich nach einer Krebsdiagnose in einer der drei Kliniken behandelt: „Unsere gemeinsamen Tumorkonferenzen zum Beispiel sind ein wichtiges Instrument für Austausch und Absprache, welches individuelle Therapiekonzept für jeden einzelnen Patienten das richtige ist“, betonen die Experten.

Am Mittwoch (8. März) sollen Früherkennung und Prävention im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen. Sie richtet sich deshalb ausdrücklich an alle Interessenten, um die Bedeutung von Vorsorge und früher Diagnose in den Blickpunkt zu rücken. In verschiedenen Vorträgen und Gesprächsrunden informieren Experten, Selbsthilfegruppen stellen sich vor, es gibt die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich auszutauschen.

Informationstag

Um 9.30 Uhr beginnt am Mittwoch (8. März) der Informationstag „Früherkennung, Prävention und Umgang mit Krebs“ in der Bürgerhalle der Bezirksregierung Münster am Domplatz. Ob Hautkrebs, Magen- und Speiseröhrenkrebs, Darm-, Lungen- oder Prostata- und Brustkrebs: In den Vorträgen geht es um Früherkennung, aber auch um psychosoziale Aspekte, um die Krankheit zu bewältigen. 15 Referenten stehen als Gesprächspartner zur Verfügung, die Teilnahme ist kostenlos.

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