Konzertsaal-Freunde in Bochum
Neues Musikforum als Inspiration für Münster?

Münster -

Die Fürsprecher eines Konzertsaals, eingebettet in einen Musik- und Kongress-Campus der Universität, sind nicht die einzigen Initiatoren, die in Münster Pläne für eine Musikhalle voranbringen wollen. Am Dienstag waren weitere Freunde eines Konzertsaals in Münster aktiv. Eine 20-köpfige Delegation aus Münster besuchte, geführt vom Bochumer Stadtdirektor und Kulturdezernenten Michael Townsend, das neue Musikforum in Bochum.

Dienstag, 07.03.2017, 20:03 Uhr

Eine 20-köpfige Delegation aus Münster besuchte, geführt vom Bochumer Stadtdirektor und Kulturdezernenten Michael Townsend, das neue Musikforum in Bochum. 
Eine 20-köpfige Delegation aus Münster besuchte, geführt vom Bochumer Stadtdirektor und Kulturdezernenten Michael Townsend, das neue Musikforum in Bochum.  Foto: Lutz Leitmann/Stadt Bochum

Dort war das Anneliese-Brost-Musikforum in der Innenstadt als Spielstätte der Bochumer Symphoniker im vergangenen Herbst eröffnet worden. Der Konzertsaal mit 1600 Plätzen hat die ehemalige Bochumer Marienkirche als Foyer. Von den Baukosten in Höhe von rund 34 Millionen Euro wurden über 14 Millionen von Spendern aufgebracht.

Der aktuelle Ausflug der Münsteraner, an dem laut Pressemitteilung der Stadt Bochum unter anderen Vertreter der Ratsfraktionen von CDU, SPD und Grünen teilnahmen, war auf Initiative des münsterischen Architekten Hanno Höyng zustande gekommen. Höyng favorisiert bekanntlich seit Jahren die Idee, am Hörsterplatz in Münster ein Kulturforum zu errichten und dabei die städtische Musikschule einzubinden. In den Ratsgremien wird auch seit Langem die Idee diskutiert, dort auch für die Volkshochschule zu bauen, ein Plan, der in der Vergangenheit vor allem Freunde in der SPD-Fraktion fand.

Mit Blick auf die Kosten wurde das Vorhaben aber bislang nicht ernsthaft von städtischer Seite weiterverfolgt. Wie berichtet, sondieren unterdessen Stadt und Universität die Möglichkeiten, auf dem Gelände des ehemaligen Instituts für Pharmazie an der Einsteinstraße einen Musik- und Kongresscampus zu schaffen. Unirektor Prof. Johannes Wessels hatte kürzlich noch auf die Synergie-Effekte dieser Idee hingewiesen.

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Der Vorteil: Hier könnte das Land als Mittelgeber für die Hochschulen leichter ins Boot geholt werden, denn die Musikhochschule, die ein größeres Gebäude braucht, könnte ebenfalls hier angesiedelt werden. Kritiker des Plans der Universität bemängeln hinter den Kulissen die dezentrale Lage.

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