Panne bei Ermittlungsbehörde
Staatsanwaltschaft verschickte Anabolika an Münsteraner

Münster -

Eine Panne ist der Staatsanwaltschaft Münster unterlaufen: Sie hat einem Münsteraner zwei Fläschchen mit Anabolika zugesandt, gegen den sie zuvor wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Antidopinggesetz ermittelt hat.

Montag, 13.03.2017, 16:03 Uhr

Die Staatsanwaltschaft in Münster hat versehentlich zwei Ampullen mit Anabolika an einen Münsteraner verschickt.
Die Staatsanwaltschaft in Münster hat versehentlich zwei Ampullen mit Anabolika an einen Münsteraner verschickt. Foto: Oliver Werner

Die beiden Fläschchen seien bei einer Polizeikontrolle bei einem Dritten zufällig gefunden worden, berichtete Pressedezernent Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt . Dieser Dritte habe angegeben, die Fläschchen von dem Münsteraner erhalten zu haben, der damit Handel betreibe.

Die Staatsanwaltschaft habe daraufhin ein Ermittlungsverfahren eröffnet. Auch die Wohnung des Münsteraners wurde durchsucht. „Der Verdacht hat sich nicht bestätigt“, erklärte Botzenhardt. Das Verfahren sei eingestellt worden.

Dann müsse der zuständige Staatsanwalt oder die Staatsanwältin entscheiden, was mit den Asservaten geschehe. Hier sei versehentlich die Zusendung angeordnet worden, „ein Fehler, der nicht hätte passieren dürfen“, so Botzenhardt. Nachdem der Empfänger die Panne bekannt gemacht hatte, habe die Polizei die Ampullen wieder abgeholt.

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