„Dong Dong Dong“-Tweets
Bistum will Twitter-Paulusdom stoppen

Münster -

Ein Account namens „Paulusdom Münster“ twittert immer zur vollen Stunde die Glockenschläge des Doms. Jetzt will das Bistum gegen den Account vorgehen.

Donnerstag, 13.04.2017, 18:04 Uhr

Der münsterische Dom. Foto: dpa
Der münsterische Dom. Foto: dpa

„Dong“ um 13 Uhr, „ Dong Dong “ um 14 Uhr, „ Dong Dong Dong “ um 15 Uhr: Immer zur vollen Stunde postet der Twitter-Account „Paulusdom Münster“ die Zahl der Glockenschläge im münsterischen Dom. Und das seit 2009, mittlerweile mehr als 52.000 Mal.

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Bistum meldet "Fake-Account"

Bald dürfte für den Account allerdings das letzte Glöcklein schlagen. Das Bistum – das erst auf Nachfrage unserer Zeitung vom digitalen Paulusdom erfuhr – betont, dass es mit dem Account nichts zu tun habe, sondern dass es sich offenbar um einen „Fake-Account“ handele. Zwar verlinkt dieser auf die offizielle Internetpräsenz des Domes – man habe ihn aber dennoch bei Twitter gemeldet.

Student schrieb Software

Darüber ist Mirko Westermeier erstaunt. Der 35-jährige Informatiker, der an der Uni Münster arbeitet, steckt hinter der Software, die stündlich die „Dong“-Tweets verschickt. „Ich habe die Software als Student geschrieben“, erzählt Westermeier. Mittlerweile sendet diese auch Glockenschläge anderer Kirchen, darunter St. Lamberti, die Dresdener Frauenkirche und der Kölner Dom (wo er 13.000 Follower hat).

Köln reagierte mit Humor

„In Köln hat man das mit Humor genommen, ich wurde sogar im Domradio interviewt.“ Dass das Bistum anders reagiert, bedauert er: „Das ist doch eine nette Sache, ich will dazu beitragen, dass der Dom noch bekannter wird“, sagt Westermeier.

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