Bistum beteiligt sich an Ausstellung
Glaube, Friede und Scheitern

Münster -

Mit der Teilausstellung „Frieden. Wie im Himmel so auf Erden?“ möchte sich das Bistum Münster an der geplanten Ausstellung „Frieden. Von der Antike bis heute“ beteiligen, die fünf münsterische Institutionen im kommenden Jahr umsetzen wollen. Die Ausstellung soll von 28. April bis 2. September 2018 zu sehen sein.

Donnerstag, 20.04.2017, 18:04 Uhr

Die Postkarte „Mit Gott zum Sieg“
Die Postkarte „Mit Gott zum Sieg“ Foto: Stadtarchiv

Mit dabei sind neben dem Bistum das LWL-Museum für Kunst und Kultur, das Kunstmuseum Pablo Picasso , das Archäologiemuseum der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) und das Stadtmuseum . Im Zentrum steht die Frage, warum Menschen zu allen Zeiten den Frieden wünschten, seine Bewahrung auf Dauer aber nie gelang. Die Organisatoren werden das Thema aus kunst- und kulturhistorischer, stadtgeschichtlicher und christlicher Perspektive aufgreifen, heißt es in einer Pressemitteilung des Bistums.

Im Mittelpunkt des Ausstellungsteils des Bistums stehen die christlichen Friedensideen. Mit über 100 teils internationalen Leihgaben wird deren Mehrdeutigkeit und teils Widersprüchlichkeit dargestellt. Generalvikar Dr. Norbert Köster : „Dabei soll nichts beschönigt werden: Wir wollen den christlichen Anspruch ebenso darstellen wie das immer wieder vorgekommene Scheitern der Kirche an ihm.“

„Das christliche Ideal des Friedens wurzelt in den biblischen Texten und dem Leben und Wirken Jesu Christi“, erklärt Projektleiter Prof. Dr. Thomas Flammer. „Es ist eng verknüpft mit der Hoffnung auf einen jenseitigen, allumfassenden Frieden im himmlischen Jerusalem/ Paradies.“ Zugleich seien Christen seit jeher aufgerufen, in der Welt für Frieden zu sorgen.

Warum sie diese Rolle nicht immer einnahmen, zeigt die Ausstellung in thematischen Abschnitten, die ausgewählte historische Aspekte zu Krieg und Frieden aufgreifen. Dabei geht es um die Frage nach dem Wirken des Glaubens als Friedenskraft einerseits und als Konfliktstoff andererseits in der europäischen Geschichte.

Zu sehen sein wird der Ausstellungsteil „Frieden. Wie im Himmel, so auf Erden?“ im LWL-Museum für Kunst und Kultur. Dort wird er in eigenen Ausstellungsräumen im Erdgeschoss des Altbaus in fünf Räumen auf 400 Quadratmetern gezeigt werden. Die Räume entsprechen allen hohen Standards der modernen Museumstechnik, die für die Leihgaben notwendig sind, und befinden sich ideal gelegen gegenüber des St.-Paulus-Doms.

Bereits seit September 2015 bereitet ein Team von erfahrenen Ausstellungsmachern und Vermittlern als vom Bistum gefördertes Drittmittel-Projekt das inhaltliche Konzept und die Ausstellung am Institut für die Geschichte des Bistums Münster an der WWU vor.

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