Ankauf der Kasernen
Oberbürgermeister informiert: Preise sind nicht „eingefroren“

Münster -

Auf Anfrage der Grünen informiert Oberbürgermeister Lewe in einem Brief über den Ankauf der beiden Kasernen, die derzeit noch der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gehören.

Dienstag, 25.04.2017, 08:04 Uhr

So soll es irgendwann einmal auf dem Gelände der Oxford-Kaserne aussehen. Aber noch gehören die Flächen nicht der Stadt Münster.
So soll es irgendwann einmal auf dem Gelände der Oxford-Kaserne aussehen. Aber noch gehören die Flächen nicht der Stadt Münster. Foto: Team Städtebau

Bei der Ermittlung des Kaufpreises für die Flächen der York-Kaserne und die Oxford-Kaserne, welche die Stadt Münster von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) erwerben möchte, schlagen die Wertsteigerungen der vergangenen Jahre durch.

Das teilte Oberbürgermeister Markus Lewe in einem Brief an die Grünen mit. Die GAL-Ratsfraktion hatte gefragt, ob die vom Rat 2012 beschlossenen „städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen“ in Gremmendorf und Gievenbeck geeignet seien, „um weitere Steigerungen des Bodenwertes der Flächen zu begrenzen“.

Das hat Lewe in seinem Brief verneint. „Bei der Einleitung einer Entwicklungsmaßnahme werden die Bodenwerte nicht ,eingefroren´.“ Wohl sei seit 2012 der Status der Flächen festgelegt. Was seinerzeit als Bauerwartungsland ausgewiesen wurde, ist immer noch Bauerwartungsland, wenn auch mit der seitdem eingetretenen Wertsteigerung. An einer Stelle des Lewe-Briefes heißt es: „Entschädigt wird die ,Qualität von damals´ (2012), aber zum ,Wert von heute´(2017)“.

Verhandlungen im Sommer abgeschlossen

Seit Jahren verhandeln Stadt und Bima über die Kasernen . Auf den insgesamt rund 75 Hektar großen Flächen sollen rund 3000 Wohnungen entstehen.

Beide Seiten konnten sich bislang nicht auf einen Preis einigen. Da Bauland in Münster äußerst knapp ist und die Immobilienpreise in den vergangenen Jahren hochgeschnellt sind, dürfte in erster Linie die Bima von den Verzögerungen profitiert haben.

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Lewe geht davon aus, dass die Verhandlungen zum Ankauf der Flächen im Sommer abgeschlossen werden. „Die tatsächliche Durchführung der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen ist allerdings abhängig von den Ergebnissen der freihändigen Ankaufsverhandlungen mit der Bima.“

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