Originalschauplatz-Check
So viel Münster war im Tatort Münster zu sehen

Münster -

Wie viel Münster war im Münster-Tatort zu sehen? Wir haben uns die Folge angeschaut – und sind auf knapp sieben Minuten gekommen, die am Originalschauplatz spielen.

Montag, 03.04.2017, 06:04 Uhr

Originalschauplatz-Check : So viel Münster war im Tatort Münster zu sehen
Szenen aus dem Münster-Tatort von Sonntagabend: Foto: Screenshots WDR

Nach 43 Minuten ist der Münster-Tatort zum ersten Mal ein echter Münster-Tatort – endlich! Die junge Frau, die in der am Sonntagabend ausgestrahlten Folge „Fangschuss“ behauptet, die Tochter von Kommissar Thiel ( Axel Prahl ) zu sein, sitzt mit Smartphone auf der Rathaustreppe, während eine Gruppe Nonnen vorbeizieht. Was für ein Klischee! Immerhin: Es regnet nicht.

Alles, was davor passiert ist, kann in Münster gedreht worden sein – wurde aber wohl nicht in Münster gedreht. Der Friedhof zu Beginn – befindet sich vermutlich irgendwo anders. Das düstere Wohnviertel – wohl auch. Das Fabrikgelände – Standort fraglich.

So schnell das echte Münster in der 43. Minute auftaucht, so schnell ist es wieder verschwunden. Die vermeintliche Tochter läuft über den Prinzipalmarkt – und landet in einem Zoo, der offensichtlich nicht der Allwetterzoo ist.

Münster-Tatort: Fangschuss

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  • Die Kommissare Frank Thiel (Axel Prahl, l) und Nadeshda Krusenstern (Friederike Kempter, r) machen eine interessante Entdeckung: Dieser Zaun passt zu einem Muster, das sie bereits anderswo gesehen hatten.

    Foto: WDR/Martin Menke
  • Jan Josef Liefers (l) als Prof. Karl-Friedrich Boerne und Axel Prahl (r) als Kommissar Frank Thiel.

    Foto: WDR/Thomas Kost
  • Haben ihre Beute im Visier: Die Pharma-Unternehmer Dr. Bürli (Heinrich Cuipers, r) und Dr. Freya Freitag (Jeanette Hain, l) wollen bei der Jagd ihr Geschäft perfekt machen.

    Foto: WDR/Martin Menke
  • Leila Wagner (Janina Fautz) ist am Münsteraner Prinzipalmarkt unterwegs. Ist Kommissar Thiel ihr Vater?

    Foto: WDR/Martin Menke
  • Hat Horst Martens (Michael Schenk, r) in seinem Futtermittelbetrieb kontaminierten Mais verarbeitet? Die Kommissare Nadeshda Krusenstern (Friederike Kempter, l) und Frank Thiel (Axel Prahl, M) wollen mehr von ihm wissen.

    Foto: WDR/Martin Menke
  • Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl, M) stellt Professor Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, l) Leila Wagner (Janina Fautz, r) vor. Die junge Frau soll seine Tochter sein.

    Foto: WDR/Martin Menke
  • Unter Nachbarn: Während Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl, l) Ermittlungsunterlagen mit nach Hause bringt, hat Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, r) ein Fachbuch über die Jägerei dabei.

    Foto: WDR/Martin Menke
  • Auf dem Schießstand: Während Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, hinten) noch an seiner Zielgenauigkeit arbeitet, nimmt Dr. Freya Freitag (Jeanette Hain, links) für ihn einen wichtigen Anruf entgegen.

    Foto: WDR/Thomas Kost
  • Wachsam: Die Geschäftspartner Dr. Bürli (Heinrich Cuipers, r) und Dr. Freya Freitag (Jeanette Hain, l) auf der Jagd.

    Foto: WDR/Martin Menke
  • Vor mehr als 15 Jahren hat Regisseur Buddy Giovinazzo das letzte Mal mit dem Münsteraner Team zusammengearbeitet.

    Foto: WDR/Martin Menke
  • Treffsicher? Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) beim praktischen Teil der Jagdprüfung.

    Foto: WDR/Thomas Kost
  • Das Team um Kommissarin Krusenstern (Friederike Kempter, Mitte, hinten) durchforstet Akten – und Staatsanwältin Wilhelmine Klemm (Mechthild Großmann, r) will Ergebnisse. Doch Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl, l) kann ihr nach der Durchsuchung des Futtermittelbetriebes noch keine heiße Spur zum Mörder präsentieren.

    Foto: WDR/Thomas Kost
  • Kennt sich aus: Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) legt seine mündliche Jagdprüfung ab.

    Foto: WDR/Thomas Kost
  • In den Augen von Dr. Freya Freitag (Jeanette Hain, l) muss Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, r) noch einige Stunden auf dem Schießstand absolvieren, bevor er die Prüfung bestehen kann.

    Foto: WDR/Thomas Kost
  • Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl, l) weiß, dass Paul Gebhard (André M. Hennicke, r) eine Waffe besitzt – wurde mit ihr auch der Journalist Jens Offergeld erschossen, der in der Nähe wohnte?

    Foto: WDR/Thomas Kost
  • Was hat Professor Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, r) bei der Leiche gefunden? Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl, l) ist gespannt.

    Foto: WDR/Thomas Kost
  • Eine der Leuchtstoffröhren in der Pathologie ist kaputt. Silke Haller (ChrisTine Urspruch) steigt kurzerhand auf die Leiter.

    Foto: WDR/Thomas Kost
  • Die Story über die Machenschaften eines heimischen Futtermittelherstellers könnte dem Journalisten Jens Offergeld (Christian Maria Goebel) beruflich endlich wieder Aufwind verschaffen.

    Foto: WDR/Thomas Kost
  • Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl, l) am Tatort: Der Journalist Jens Offergeld (Christian Maria Goebel, unten) wurde durch einen Schuss getötet.

    Foto: WDR/Thomas Kost
  • Jagdinstinkt: Könnte er doch auch so schießen wie Dr. Freya Freitag (Jeanette Hain, r). Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, l) ist beeindruckt.

    Foto: WDR/Thomas Kost
  • Der Pharma-Unternehmer Dr. Bürli (Heinrich Cuipers, l) ist extra aus der Schweiz angereist. Er steht kurz vor einem großen Deal mit Dr. Freya Freitag. Bei einem Jagdausflug wollen sie das Geschäft perfekt machen.

    Foto: WDR/Martin Menke
  • Blaue Perücke für die Ermittlung: Kommissarin Nadeshda Krusenstern (Friederike Kempter) gibt sich für einen Einsatz als Leila Wagner aus.

    Foto: WDR/Martin Menke
  • Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, vorne) ist begeistert: Sein Friseur Christian (Jan Dose, hinten) hat ihm ein WUndermittel empfohlen, das lichtes Haar sprießen lassen soll.

    Foto: WDR/Martin Menke
  • Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl) zückt die Waffe bei einem Einsatz im LWL Museum für Kunst und Kultur.

    Foto: WDR/Martin Menke
  • Sein Haar am Hinterkopf wird licht? Professor Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) versucht, die Stelle per Kamera unter die Lupe zu nehmen.

    Foto: WDR/Thomas Kost

Neun Minuten später hängt im TV-Polizeipräsidium immerhin eine Münster-Karte an der Wand. Die Beschriftung dürfte den Beamten sehr hilfreich sein: Nord, Süd, West, Ost und Mitte steht drauf.

Nach einer Stunde und vier Minuten folgt eine Verfolgungsjagd durch ein Wohnviertel, das wie das Kreuzviertel aussieht, aber wohl nicht das Kreuzviertel ist. Die Protagonisten rennen an einem Pkw mit dem Kennzeichen von Mettmann vorbei – womöglich ein Indiz, dass diese Szene – wie üblicherweise auch alle Innenaufnahmen – in Köln gedreht worden sein könnte.

Nach einer Stunde und zwölf Minuten hat Münster dann allerdings seinen ganz großen Auftritt. Thiel ermittelt im Landesmuseum, blättert ein Buch im Museumsshop durch, verfolgt dann einen Verdächtigen durchs Restaurant , stürmt auf die Straße, kreuzt die Pferdegasse.

Dreharbeiten für den Münster-Tatort „Klappe zu, Affe tot“

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  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: kal
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner

Fünf Minuten Münster am Stück – das gibt es nicht oft beim Münster-Tatort.

Die Schlussszene spielt wie der Anfang auf einem – diesmal anderen – Friedhof. Doch auch der ist anscheinend nicht in Münster. Die Stadtteil-Kollegen unserer Redaktion tippen mit Blick auf die hügelige Landschaft im Hintergrund auf die Voreifel. Die ja in der Nähe von Köln liegt. Was ja wiederum gut passen würde.

Die Kamera geht in die Totale, ein Schild am Eingang des Friedhofs kommt ins Bild, ein Winterdienst-Hinweis. Der Name der Kommune, die das Schild aufgehängt hat, ist mit schwarzem Klebeband unkenntlich gemacht. Damit scheint klar: Diese Szene wurde nicht in Münster gedreht.

Immerhin: fast sieben Minuten Münster in einer Folge – die Stadt war in der Vergangenheit auch schon mal deutlich seltener zu sehen.

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