Erneute Kostensteigerung beim Um- und Ausbau
Gesamtschule Mitte wird noch einmal teurer

Münster -

Die Gesamtschule Münster Mitte wird noch einmal teurer. Der Um- und Ausbau des alten Schulstandorts an der Jüdefelder Straße sei schwer kalkulierbar, sagt Baudezernent Matthias Peck.

Donnerstag, 06.04.2017, 09:00 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 06.04.2017, 09:00 Uhr
Unter anderem haben die archäologischen Grabungen, bei denen umfangreiche mittelalterliche Siedlungsreste entdeckt wurden, die Bauarbeiten länger aufgehalten als veranschlagt. 
Unter anderem haben die archäologischen Grabungen, bei denen umfangreiche mittelalterliche Siedlungsreste entdeckt wurden, die Bauarbeiten länger aufgehalten als veranschlagt.  Foto: kal

Vor einem Jahr gab es die erste Kostenkorrektur nach oben beim Ausbau der Gesamtschule Mitte. Nun steigt der Preis erneut, diesmal um rund fünf Prozent der ursprünglich kalkulierten Bausumme von 17,6 Millionen Euro, wie Baudezernent Matthias Peck am Dienstagabend im Bauausschuss erklärte. Die Gesamtkosten des Projekts werden danach bei rund 20 Millionen Euro liegen, die Kostensteigerung insgesamt rund 13 Prozent betragen.

Die Verwaltung werde die Politik im Mai dazu detailliert informieren, kündigte Peck an. „Wir wollen klarstellen, wie es zu den Mehrkosten kommt“, erläuterte er.

Unerwartete Verzögerungen und Funde

Der Um- und Ausbau der vierzügigen Gesamtschule Münster-Mitte auf dem Gelände der jetzt auslaufenden Paul-Gerhardt-Realschule und der alten Überwasserschule an der Jüdefelderstraße ist anfällig für unvorhergesehene Entwicklungen. „Bei so alten Gebäuden nicht ungewöhnlich“, sagte Peck. Ein Beispiel von vielen: Bei der Modernisierung im Untergeschoss der Überwasserschule stellte sich heraus, dass der bestehende Putz nicht überstrichen werden konnte, sondern komplett erneuert werden musste.

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Es gab Probleme mit dem Anschluss an die der Kanalisation. Auch haben die archäologischen Grabungen, bei denen umfangreiche mittelalterliche Siedlungsreste entdeckt wurden, die Bauarbeiten länger aufgehalten als veranschlagt.

„Bauprojekte wie dieses sind schwer zu kalkulieren“, sagte Peck. Vom Umbau sind Altbauten aus verschiedenen Epochen betroffen, neu entstand die im vergangenen Jahr eröffnete Mensa als Erweiterung der alten Paul-Gerhardt-Schule. Nun entsteht gerade im zweiten Bauabschnitt auf dem Schulhof der Neubau mit einer Zweifachturnhalle und den Unterrichtsräumen für die Oberstufe, der zum Schuljahreswechsel 2018 in Betrieb genommen werden muss.

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