Sicherheitsexperte aus Münster
Anti-Terror-Folie für Fußball-Teambusse

Münster -

Nach dem Sprengstoffanschlag auf den BVB-Mannschaftsbus interessieren sich Busunternehmer und Fußballclubs für eine Anti-Terror-Folie, die vom münsterischen Sicherheitsausrüster Haverkamp angeboten wird.

Mittwoch, 19.04.2017, 13:04 Uhr

Ulrich Haverkamp an einer Fahrzeugscheibe. Dank der Sicherheitsfolie hat die Explosion neben dem Auto das Glas zwar zerstört, der gefährliche Splitterflug aber wurde vermieden.
Ulrich Haverkamp an einer Fahrzeugscheibe. Dank der Sicherheitsfolie hat die Explosion neben dem Auto das Glas zwar zerstört, der gefährliche Splitterflug aber wurde vermieden. Foto: hpe

Eine Woche nach dem Sprengstoffanschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund interessierten sich Fußballclubs und Busunternehmer für eine neuartige Anti-Terror-Folie vom Sicherheitsexperten Haverkamp aus Münster.

Folie verhindert Splitterflug

Mit einer speziell für Fahrzeugscheiben entwickelten „zweiten Haut“ können die Folgen von Explosionen neben und an den Autos deutlich reduziert werden, so Firmenchef Ulrich Haverkamp: „Verletzungen durch Splitterflug, wie sie aktuell in Dortmund Spieler Marc Bartra erlitten hat, werden durch die Folie vermieden.“ Denn das Glas zersplittert, bleibt aber im Rahmen an der Folie haften.

Berliner Polizei und Konzern-Chefs unter den Kunden

Haverkamp rüstet aktuell alle neuen Einsatzfahrzeuge der Berliner Polizei mit der Sicherheitsfolie aus. Gleiches gelte für die Mehrzahl der Limousinen von Vorstandschefs führender Konzerne in Deutschland, so Haverkamp. Nach dem Anschlag in Dortmund haben sich bislang fünf Bundesliga-Vereine und mehrere Busunternehmer bei Haverkamp gemeldet.

„Die Folie kann nachträglich sehr schnell in vorhandene Fahrzeuge eingebaut werden. Das kostet gerade mal 10.000 Euro pro Bus und bietet viel mehr Sicherheit“, so Haverkamp.

Explosion in der Nähe des BVB-Mannschaftsbusses

1/25
  • Trotzreaktion: Eine Besucherin am Dienstagabend im leeren Stadion.

    Foto: dpa
  • Der Mannschaftsbus des BVB wurde bei der Fahrt zum Champions-League-Viertelfinale gegen AS Monaco mit drei Sprengsätzen attackiert.

    Foto: dpa
  • Sven Bender und Nuri Sahin (v.l.) verfolgen mit ernster Miene den Polizeieinsatz.

    Foto: dpa
  • Wie geht es weiter? Der Trainer von Borussia Dortmund, Thomas Tuchel (2.v.r.), blickt auf sein Smartphone.

    Foto: dpa
  • Da war noch alles in Ordnung: Mitglieder der Fußball-Mannschaft von Borussia Dortmund und des Betreuerstabes stehen in der Nähe des Teamhotels „L‘Arivee“ um Trainer Thomas Tuchel herum.

    Foto: dpa
  • Kurz vor der Abfahrt zum Stadion: Spieler von Borussia Dortmund, darunter Pierre-Emerick Aubameyang (l) vor dem Mannschaftshotel.

    Foto: dpa
  • Der Bus von Borussia Dortmund steht mit einer beschädigten Scheibe an einer Straße in unmittelbarer Nähe des Mannschaftshotels.

    Foto: dpa
  • BVB-Verteidiger Marc Bartra, der hinten im Bus saß, und ein Polizist, der die Mannschaft auf einem Motorrad begleitete, wurden verletzt.

    Foto: dpa
  • Der Tatort wurde am Abend abgeriegelt.

    Foto: dpa
  • Eine Anzeigetafel im Stadion informiert über einen Vorfall mit dem Mannschaftsbus des BVB. 

    Foto: dpa
  • Die Fans versuchen über ihre Smartphones an mehr Informationen zu kommen oder Kontakt zu Familie und Freunden aufzunehmen.

    Foto: dpa
  • BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ist die Sorge anzusehen: 15 Minuten vor dem geplanten Spielbeginn wird die Partie abgesagt.

    Foto: dpa
  • Im Stadion wird die Entscheidung verkündet: Das Spiel wird am Mittwoch um 18.45 Uhr nachgeholt.

    Foto: dpa
  • Schwere Stunden für den BVB: Stadionsprecher Norbert Dickel (l.) Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (r.) im Stadion.

    Foto: dpa
  • Gespenstische Szene: Im nahezu leeren Stadion legt die Mannschaft des AS Monaco gegen 21.30 Uhr noch eine Trainingseinheit ein.

    Foto: dpa
  • Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange bei einer Pressekonferenz am späten Abend: Wir gehen von einem gezielten Angriff auf den Bus der Dortmunder aus.

    Foto: dpa
  • Staatsanwältin Sandra Lücke erklärt, dass in der Nähe des Busses ein mögliches Bekennerschreiben gefunden wurde. „In dem Schreiben wird Verantwortung für Tat übernommen.“

    Foto: dpa
  • Die ganze Nacht hindurch wurde am Tatort nach Spuren gesucht.

    Foto: dpa
  • Die Sprengsätze waren nach ersten Erkenntnissen der Polizei in einer Hecke versteckt.

    Foto: dpa
  • Dortmund-Fans boten unter dem Hashtag #bedforawayfans Schlafplätze an. So auch BVB-Fan Stefan Kilmer (M.), der dieses Selfie mit Anhängern des AS Monaco bei Twitter postete.

    Foto: Stefan Kilmer/dpa
  • Am Mittwochmorgen wird das Mannschaftshotel des BVB von einem großen Polizeiaufgebot gesichert.

    Foto: dpa
  • Mit Maschinenpistolen bewachen Polizisten den Tatort.

    Foto: dpa
  • Das Nachholspiel am Mittwochabend wird unter verschärften Sicherheitsmaßnahmen stattfinden. So dürfen keine Rucksäcke mit in den Signal-Iduna-Park genommen werden.

    Foto: dpa
  • Auch das Trainingsgelände des BVB steht am Mittwoch unter besonderer Bewachung.

    Foto: dpa
  • Ein ursprünglich für Mittwoch angesetztes öffentliches Training fällt aus.

    Foto: dpa
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4775643?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Mensch und Hund vereint
Gala 2020 mit fulminanter Schau: Bei Deutschlands größter Hundeshow in der Halle Münsterland haben die Stars vier Beine
Nachrichten-Ticker