Maikotten
Polizei ermittelt nach Großbrand im Ausflugslokal

Münster -

Der Maikotten, ein beliebtes Ausflugslokal in Münsters Osten, ist am Dienstagabend durch ein Großfeuer zerstört worden. Die Polizei ermittelt, auch wegen eines Vorfalls, der drei Monate zurückliegt.

Mittwoch, 17.05.2017, 09:05 Uhr

 
Bis in die Nacht bekämpfte die Feuerwehr den Brand des beliebten Ausfluglokals am Maikottenweg. Foto: Helmut P. Etzkorn

„Am Muttertag war hier ganz viel los“, sagte ein Nachbar betroffen. Am Dienstagabend bot sich dann nur noch ein düsteres Bild – der Maikotten stand in Flammen. Von Weitem war der Rauch zu sehen. Zum Glück hatte das beliebte Ausflugslokal am Dienstag Ruhetag, als in Münsters Osten dichte Rauchschwaden in den Abendhimmel aufstiegen.

Gegen 20.40 Uhr rückte die Feuerwehr mit 60 Wehrleuten aus. Im total verrauchten Gebäude wurde zunächst nach vermissten Personen gesucht. Die Befürchtung, dass sich noch Menschen im Gebäude befanden, bestätigte sich jedoch nicht.

Gebäude drohte einzustürzen

Drei Löschzüge rückten zu dem Großbrand am Maikottenweg aus, um das Feuer in den Griff zu kriegen. Es bestand nach Auskunft der Feuerwehr Einsturzgefahr. Die Flammen schlugen im hinteren Gebäudeteil durchs Dach, die Lage war noch gegen 22.10 unklar.

Die Berufsfeuerwehr der Wachen I und II sowie die freiwillige Feuerwehr gingen mit vereinten Kräften an die Löscharbeiten, die sich bis etwa vier Uhr hinzogen, wie Einsatzleiter Andreas Falkenreck am Morgen berichtet. Danach wurde noch eine Brandsicherungswache eingerichtet.

Da das Ausflugslokal mitten im Grünen steht, liegt das nächste Haus etwa 200 Meter entfernt, sodass keine umliegenden Gebäude in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Ausflugslokal Maikotten in Flammen

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  • Großbrand in der Gaststätte Maikotten in Münsters Osten: Die Feuerwehr rückte mit drei Löschzügen an den Maikottenweg aus. Foto: Helmut P. Etzkorn
  • Großbrand in der Gaststätte Maikotten in Münsters Osten: Die Feuerwehr rückte mit drei Löschzügen an den Maikottenweg aus. Foto: Helmut P. Etzkorn
  • Großbrand in der Gaststätte Maikotten in Münsters Osten: Die Feuerwehr rückte mit drei Löschzügen an den Maikottenweg aus. Foto: Helmut P. Etzkorn
  • Großbrand in der Gaststätte Maikotten in Münsters Osten: Die Feuerwehr rückte mit drei Löschzügen an den Maikottenweg aus. Foto: Helmut P. Etzkorn
  • Großbrand in der Gaststätte Maikotten in Münsters Osten: Die Feuerwehr rückte mit drei Löschzügen an den Maikottenweg aus. Foto: Helmut P. Etzkorn
  • Großbrand in der Gaststätte Maikotten in Münsters Osten: Die Feuerwehr rückte mit drei Löschzügen an den Maikottenweg aus. Foto: Helmut P. Etzkorn
  • Großbrand in der Gaststätte Maikotten in Münsters Osten: Die Feuerwehr rückte mit drei Löschzügen an den Maikottenweg aus. Foto: Helmut P. Etzkorn
  • Großbrand in der Gaststätte Maikotten in Münsters Osten: Die Feuerwehr rückte mit drei Löschzügen an den Maikottenweg aus. Foto: Helmut P. Etzkorn
  • Großbrand in der Gaststätte Maikotten in Münsters Osten: Die Feuerwehr rückte mit drei Löschzügen an den Maikottenweg aus. Foto: Helmut P. Etzkorn
  • Großbrand in der Gaststätte Maikotten in Münsters Osten: Die Feuerwehr rückte mit drei Löschzügen an den Maikottenweg aus. Foto: Helmut P. Etzkorn
  • Großbrand in der Gaststätte Maikotten in Münsters Osten: Die Feuerwehr rückte mit drei Löschzügen an den Maikottenweg aus. Foto: Helmut P. Etzkorn

Polizei ermittelt

Die Brandbekämpfung sei in dem alten, stark verqualmten Gebäude kompliziert gewesen, sagt Falkenreck: „Die Holzbalkendecke über dem Thekenbereich mussten wir einreißen.“ Über 100 Helfer waren bei dem Großfeuer in Münsters Osten nach Angaben der Feuerwehr insgesamt im Einsatz.

Auch die Kripo war vor Ort. Sie hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Das Maikotten-Gelände wird als Brandort beschlagnahmt und von Sachverständigen untersucht. Die Ursache für den Brand ist allerdings am Mittwochmorgen noch völlig unklar. 

Versuchte Brandstiftung im Februar

Die Polizei wird auch prüfen, ob der Brand mit einem Vorfall zusammenhängt, der erst drei Monate zurückliegt. Im Februar waren Unbekannte während der Betriebsferien in das Ausflugslokal eingebrochen und hatten flüssiges Fett ausgeschüttet , offenbar um das Gebäude anzuzünden. Die Täter konnten das Fett damals jedoch nicht in Brand setzen und flüchteten daraufhin. Die Polizei ermittelt in diesem Fall wegen versuchter Brandstiftung, hat jedoch bislang keinen dringenden Tatverdacht, wie Polizeisprecher Mirko Stein am Mittwochmorgen auf Nachfrage mitteilte.

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