Skulptur-Projekte
Acht Meter hohe Fassadenhütte

Münster -

Viel ist von dem Kunstwerk noch nicht zu sehen. Versteckt hinter Bauzäunen arbeitet ein fünfköpfiges Team um das Künstlerduo „Peles Empire“ an seinem Projekt. Eine acht Meter hohe Fassaden-Hütte wollen Katharina Stöver und Barbara Wolff am Aegidiimarkt aufstellen. Es ist eines von 36 Werken der Skulptur-Projekte Münster.

Freitag, 26.05.2017, 21:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 26.05.2017, 21:00 Uhr
Das Künstlerduo „Peles Empire“ bestehend aus Katharina Stöver und Barbara Wolff ist aus Berlin angereist und schaut nach seinem Projekt – einer acht Meter hohen Fassaden-Hütte am Aegidiimarkt.
Das Künstlerduo „Peles Empire“ bestehend aus Katharina Stöver und Barbara Wolff ist aus Berlin angereist und schaut nach seinem Projekt – einer acht Meter hohen Fassaden-Hütte am Aegidiimarkt. Foto: Lisa Uekötter

Die jungen Künstlerinnen aus Berlin sind nach Münster gereist, um den Fortschritt ihres Projektes zu begutachten. „Es ist der Wahnsinn!“, sagt Katharina Stöver.

Es sieht schon jetzt beeindruckend aus

Barbara Wolff

Gestern wurde die zentrale Giebelfassade mit einem Kran errichtet und montiert. Auch die Treppenkonstruktion an den Seiten ist größtenteils fertig. „Es sieht schon jetzt beeindruckend aus“, findet Barbara Wolff.

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Die gebürtige Rumänin lernte ihre Kollegin beim Studium an der Frankfurter Kunsthochschule kennen. Gemeinsame Arbeiten sind geprägt von dem Schloss Peles in Rumänien, das auch Namensgeber des Duos ist.

Eine Außenaufnahme eben dieses Schlosses soll die Vorderseite der Hütte schmücken. Im unteren Teil des Bildes wird eine Mauer von Pfeilern gestützt.

Wiederaufbau der zerstörten Innenstadt als Ausgangspunkt

„Das ist eine Analogie zu den Stützen, die die Giebel auf dem Prinzipalmarkt halten“, berichtet Wolff. Der Wiederaufbau der zerstörten Innenstadt in den 1950-er Jahren sei der Ausgangpunkt des Projektes gewesen. Die Giebelfassade von Peles Empires Projekt greift verschiedene Merkmale von ursprünglichen und neuen Giebeln aus Münsters Zentrum auf.

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Das Duo, das unteranderem auch in London ausstellt, zeigte sich am Freitag entspannt. Die Künstlerinnen freuten sich auf Gespräche, die im Inneren der Konstruktion stattfinden sollen. Dafür wird eine Bar eingebaut.

Der Zeitplan bis zur Eröffnung am 10. Juni ist straff getaktet. Einen Tag musste das Team notgedrungen die Bohrmaschinen und Hammer weglegen. Anwohner hatten sich am Feiertag wegen des Lärms beschwert. Daher konnten sie nur leise Arbeiten erledigen.

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