Neue Planetariumsshow
Flug durch die Saturnringe

Münster -

Eine neue Show in Münsters Planetarium nimmt die Zuschauer mit auf eine Expedition ins Sonnensystem.

Mittwoch, 31.05.2017, 10:05 Uhr

Das neue Programm im Planetarium präsentierten (v.l.) Prof. Dr. Susanne Hüttemeister, Dr. Björn Voss und Dr. Barbara Rüschoff-Thale.  
Das neue Programm im Planetarium präsentierten (v.l.) Prof. Dr. Susanne Hüttemeister, Dr. Björn Voss und Dr. Barbara Rüschoff-Thale.   Foto: Matthias Ahlke

Die Sterne vom Himmel holen? Gar nicht nötig. Hoch ins Universum fliegen und einen Ausflug durch das Sonnensystem unternehmen, schweben in den Saturnringen, staunen, wie Pluto, Mars und andere Himmelskörper hautnah aussehen – und das alles vom Sessel aus: Die neue Show in Münsters Planetarium, in zweijähriger Zusammenarbeit von 19 Planetarien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz fein ausgetüftelt und mit Weltraum-Leben gefüllt, entführt die Zuschauer buchstäblich in eine andere Welt. Am Donnerstag (1. Juni) erlebt das Projekt seine Premiere im Kreis geladener Gäste, ab Dienstag (6. Juni) können sich alle wie Astronauten fühlen und sich aufmachen zur „Planeten-Expedition ins Sonnensystem“.

Dr. Barbara Rüschoff-Thale ist bei der Vorstellung am Dienstagmittag schlicht begeistert: „Man kann allen, die daran mitgearbeitet und das geschaffen haben, nur gratulieren“, lobt die LWL-Kulturdezernentin. Schwierigste wissenschaftliche Fakten so aufzubereiten, dass sie für jeden verständlich und spannend nachzuvollziehen seien, sei absolut beeindruckend.

Das hören Dr. Björn Voss und Prof. Dr. Susanne Hüttemeister nicht ungern. Der Leiter des LWL-Planetariums Münster und seine Kollegin vom Zeiss-Planetarium Bochum berichten von den teilweise kniffeligen Vorarbeiten, denn Ziel war von Anfang an, nicht einen unterhaltsamen Astronautenfilm zu produzieren, sondern Mond und Mars so naturgetreu zu zeigen, als stünde der Zuschauer in dem Moment selbst auf dem Planeten. Möglich geworden sei dies durch die Daten und Erkenntnisse, die unbenannte Raumsonden wie „Cassini“ oder Rosetta“ geliefert haben, und die jetzt eine naturgetreue Darstellung der Planeten-Landschaften umgesetzt werden. Die Besucher erleben einen Flug durch die Saturnringe, das Zerbrechen eines Kometen oder den Flug in eine Tiefe Eisspalte des Eismondes mit dem Gefühl, sie seien selbst im Universum unterwegs.

„So eine aufwendige Show kann man nur mit vielen gemeinsam stemmen“, freut sich Prof. Dr. Susanne Hüttemeister über die gelungene Kooperation aller Kollegen der 19 Planetarien. Sie alle werden nach dem Auftakt in Münster die Produktion in ihr Programm aufnehmen.

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