Interview mit Roland Kaiser
Auf Willy Brandts Schoß

Münster -

Roland Kaiser ist einer der Stars, die beim Stadtfest in Münster auftreten. Im Interview spricht der Sänger über Münster, seine Karriere, Haltung und Nähe zur SPD. Als Kind saß er auf dem Schoß von Altkanzler Willy Brandt.

Samstag, 01.07.2017, 12:07 Uhr

Roland Kaiser beendet das Stadtfest sonntags.
Roland Kaiser beendet das Stadtfest sonntags. Foto: Ahlke

Münster feiert am kommenden Wochenende sein großes Stadtfest (7. bis 9. Juli). Und bei „ Münster Mittendrin “ ist zum Abschluss am Sonntag Sänger Roland Kaiser . Mit ihm hat sich unser Redakteur Ralf Repöhler unterhalten.

Lieber Roland Kaiser. Herzlichen Glückwunsch, vor einem Monat hatten Sie Geburtstag. Wie fühlt man sich mit 65?

Kaiser: Dankeschön. So wie mit 64. Die Alterszahl ist nicht von Bedeutung.

Sie werden einer der Stars beim Stadtfest „Münster mittendrin“ sein. Was bedeutet Ihnen der Auftritt in Ihrer Heimatstadt?

Kaiser: Das ist etwas Besonderes für mich. Der Spielort vor dem Dom ist toll, nicht alltäglich und begeistert mich. Und ich bin gespannt, wie meine Mitbewohner auf mich reagieren.

Hatten Sie schon mal einen Auftritt vor dem Dom?

Kaiser: Nein, noch nie. Es wird eine sehr tolle Atmosphäre sein, da bin ich mir sicher. Ähnlich wie bei anderen Open Airs, die ich im Jahr spiele, zum Beispiel in Dresden am Elbufer.

Nena tritt am Tag zuvor auf. Haben Sie eine Verbindung zu Nena?

Kaiser: Ich kenne sie, wie man eine Kollegin kennt. Zwei Tage vorher tritt Glasperlenspiel auf, mit denen habe ich häufiger Kontakte gehabt. Es sind zwei junge sympathische Menschen, die sicher in Münster ihr Publikum begeistern werden.

Sie werden einen Mix aus vielen Jahrzehnten singen. Welcher Ihrer Titel gefällt Ihnen besonders?

Kaiser: Jeder Song hatte seine Berechtigung. Ich bin ein pragmatischer Mensch. Im Moment sind mir die neueren Titel näher, weil sie neu sind, und ich schaue schon nach vorne. Ich spiele im Prinzip meine Titel alle gerne, sie werden auch in neue musikalische Gewänder verpackt.

Haben einen Titel, bei dem Sie sagen, der muss heute nicht mehr sein?

Kaiser: Es gibt einen Song, den ich nicht mehr spiele, weil er nicht für mich gedacht war. „Sieben Fässer Wein“. Mein damaliger Produzent hatte das Lied für Rex Gildo produziert.

Roland Kaiser 2013 in Münster

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  • „Affären“: Roland Kaiser am 18. März 2013 in der Halle Münsterland.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • „Affären“: Roland Kaiser am 18. März 2013 in der Halle Münsterland.

    Foto: Gunnar A. Pier
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    Foto: Gunnar A. Pier
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    Foto: Gunnar A. Pier
  • „Affären“: Roland Kaiser am 18. März 2013 in der Halle Münsterland.

    Foto: Gunnar A. Pier
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    Foto: Gunnar A. Pier
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    Foto: Gunnar A. Pier
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    Foto: Gunnar A. Pier
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    Foto: Gunnar A. Pier
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    Foto: Gunnar A. Pier
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    Foto: Gunnar A. Pier
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    Foto: Gunnar A. Pier

Interessant.

Kaiser: Rex kam aber nicht, weil sie Streit hatten. Und dann hat mich der Produzent angerufen und gefragt, ob ich ein Demo für ihn singen könnte. Das hat er mir später vorgespielt, und ich habe gesagt: Um Himmels Willen. Ist nur ein Demo, antwortete er. Das Lied ist nicht für dich, sondern für Rex. Es wird nicht veröffentlicht. Nach drei Wochen rief mich der Schallplattenboss an und gratulierte zum Hit. Ich fragte, zu welchem Hit. Ja, „Sieben Fässer Wein“. Die Platte war gepresst. Fernsehauftritte waren verabredet. Ich kam da nicht mehr raus. Aber ich habe es danach nur sehr selten noch öffentlich dargeboten.

Aber es war ein Riesenhit.

Kaiser: Trotzdem. Das Lied passt nicht zu mir und passt in kein Programm von mir. Es ist völlig anders als alle meine anderen Titel.

Können Sie sich auch für andere Musik begeistern?

Kaiser: Ich mache das gerne, was ich mache. Als Privatmensch höre ich darüber hinaus unheimlich gerne alte Songs von Dean Martin und Frank Sinatra. Und beim Autofahren Klassik. Das beruhigt ungemein.

Sie wohnen mitten in Münster. Welche Ecken Stadt sind Ihnen wichtig?

Kaiser: Wir gehen selten raus, weil ich viel unterwegs bin. Spazieren gehen wir schon mal im Schlossgarten. Und ich bin der Einkäufer in der Familie und in diversen Lebensmittelgeschäften aufzufinden.

Was ist denn typisch münsterisch an Roland Kaiser.

Kaiser: Nichts. Ich bin kein Münsteraner in typischer Form. Ich fühle mich hier wohl, ich lebe hier gerne. Die Stadt hat eine extrem hohe Lebensqualität. Sie ist eine sehr junge Stadt. Ich bin hier und bleibe hier.

Wie sieht der Familienalltag im Hause Kaiser aus?

Kaiser: Völlig normal. Alle Kinder sind erwachsen, gehen nicht mehr zu Schule, sondern studieren oder sind in der Ausbildung. Wir machen unseren Bürodienst. Und wir haben einen Hund, mit dem wir spazieren gehen.

Verfolgen Sie die kommunale Politik vor Ort?

Kaiser: Nicht intensiv, aber ein bisschen.

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Gibt es etwas in Münster, was sie gerne loben?

Kaiser: Wir haben eine hohe Lebensqualität, die Infrastruktur stimmt hier. Nicht umsonst war Münster in ihrer Größenordnung die lebenswerteste Stadt der Welt.

Gibt es etwas zu meckern?

Kaiser: Ich würde mir wünschen, dass am Flughafen mehr los wäre. Als Pilot finde ich es schade, dass dieser wunderbare Flughafen nicht so ausgelastet ist.

Sie haben Ihren Freund Walter Steinmeier zum Bundespräsidenten gewählt. Wie ist Ihre Nähe zur SPD entstanden?

Kaiser: Durch meine Kindheit. Meine Mutter war Putzfrau im SPD-Haus und hat das Büro von Willy Brandt geputzt und meinte, sie hätte mich mal auf seinen Schoß gesetzt. Das mag vielleicht nicht stimmen, klingt aber ganz gut als Geschichte. Über die Falken und Jusos entstand die Nähe zur SPD bereits in frühen Jahren.

Zum Thema

Karten für „Münster Mittendrin“ gibt es unter anderem im WN-Ticket-Shop, Prinzipalmarkt 13-14 oder hier .

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Haben Sie darauf negative Resonanzen bekommen?

Kaiser: Beides. Ich stehe für Unterhaltung mit Haltung. Man kann auch eine Haltung haben, obwohl man Unterhalter ist. Man sollte vielleicht sogar eine haben. Die negativen Resonanzen interessieren mich nicht, auch wenn sie viele waren. Meine Rede in Dresden zu Pegida hat damals viele negative Reaktionen hervorgerufen. Das ging meiner Frau sehr nah. Ich habe ihr geraten, diese nicht wahrzunehmen. Man dreht sich nicht nach Heckenschützen um. Diese Störfeuer hören irgendwann auf. Irgendwie ist es vorbei gegangen. Einfach vergessen.

Diese 28 Promis sind Multitalente: Wenn Stars mehrere Genres bedienen

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  • Stars, die singen und/oder schauspielern - von Helene Fischer bis Klaas Heufer-Umlauf, von Björk bis Will Smith. Oder wie Sänger MARK OLIVER EVERETT: Der Frontmann der Band Eels spielt eine Nebenrolle in der gefeierten Netflix-Serie „Love“ von Judd Apatow.

    Foto: Piper Ferguson
  • HELENE FISCHER: Die blonde Schlagerkönigin war an Neujahr 2016 in einem Til-Schweiger-„Tatort“ als dunkelhaarige Kriminelle zu sehen.

    Foto: Herbert Neubauer/dpa
  • BARBARA SCHÖNEBERGER: Die Moderatorin machte schon vor Jahren eine Platte mit dem selbstironischen Titel „Jetzt singt sie auch noch!“.

    Foto: Jochen Lübke
  • YVONNE CATTERFELD: Sie wurde mit der Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ bekannt und wenig später auch als Sängerin („Für dich“).

    Foto: Britta Pedersen
  • JEANETTE BIEDERMANN: Auch sie wurde mit der Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ bekannt und dann als Sängerin („Rock My Life“).

    Foto: Britta Pedersen
  • JASMIN TABATABAI: Die Deutsch-Iranerin überzeugte schon als Schauspielerin und Sängerin („Bandits“).

    Foto: Britta Pedersen
  • NORA TSCHIRNER: Sie war Moderatorin, ist Kino- und TV-Star („Keinohrhasen“, „Tatort“) und auch Musikerin (Band namens Prag).

    Foto: Stephanie Pilick
  • ROLAND KAISER: Der Schlagerkönig („Warum hast du nicht Nein gesagt?“) agierte 2012 in einem Münster-„Tatort“ als Roman König.

    Foto: Patrick Pleul
  • FLORIAN SILBEREISEN: Der Fernsehmoderator macht auch schon immer Musik, etwa mit dem Schlager-Trio Klubbb3.

    Foto: Ursula Düren
  • MARIUS MÜLLER-WESTERNHAGEN: Er war früh als Schauspieler aktiv („Theo gegen den Rest der Welt“) und dann als Musiker („Freiheit“).

    Foto: Maurizio Gambarini
  • HENRY MASKE: Der Ex-Boxer probierte im Film „Max Schmeling“ von Uwe Boll, die Box-Legende zu spielen.

    Foto: A3508 Rolf Vennenbernd
  • KLAAS HEUFER-UMLAUF: Der Fernsehmoderator - beliebt im Duo Joko & Klaas - macht auch Musik mit einer Band namens Gloria.

    Foto: Julian Bischoff
  • BARBRA STREISAND: Die New Yorkerin gewann alle relevanten US-Preise der Musik- und Filmbranche: also Oscar, Tony, Emmy, Grammy.

    Foto: Henning Kaiser
  • BJÖRK: Die isländische Musikerin beeindruckte auch schauspielerisch im Musicalfilm „Dancer in the Dark“ von Lars von Trier.

    Foto: Lars Helsinghof
  • CHER: Sie ist als Sängerin bekannt, Cannes ehrte sie aber einst auch für ihre Filmrolle als Mutter eines Behinderten („Die Maske“).

    Foto: Carmen Jaspersen
  • MARIAH CAREY: Die US-Popdiva wirkte öfter in Filmen mit. Viel Lob gab es etwa für ihre Leistung in „Precious - Das Leben ist kostbar“.

    Foto: Felix Hörhager
  • KYLIE MINOGUE: Die gebürtige Australierin avancierte geradezu beispiellos vom Soap-Star („Nachbarn“) zur internationalen Pop-Ikone.

    Foto: Rainer Jensen
  • JENNIFER LOPEZ: Sie ist erfolgreich als Sängerin („Jenny from the Block“) und gleichzeitig auch Hollywoodstar („Jack“).

    Foto: Paul Buck
  • MADONNA: Sie versuchte sich öfter als Schauspielerin („Evita“), die höhere Qualität ihrer Arbeit liegt aber wohl im Popmusikgeschäft.

    Foto: Franz-Peter Tschauner
  • MILEY CYRUS: Sie schaffte es vom Kinderstar der Disney-Fernsehserie „Hannah Montana“ zur gerne provokanten Popsängerin („Wrecking Ball“).

    Foto: Boris Roessler
  • ARNOLD SCHWARZENEGGER: Der gebürtige Österreicher war Bodybuilder, wurde Hollywoodstar („Terminator“) und dann auch Politiker.

    Foto: Szilard Koszticsak
  • CHUCK NORRIS: Er war erst Kampfsportler, bevor er zu einer Filmlegende wurde und dann auch zum Held von Superpower-Witzen.

    Foto: A2800 epa Tannen Maury
  • JUSTIN TIMBERLAKE: Er war Kinderstar („Mickey Mouse Club“), dann Boygroup-Schwarm und ist nun Pop- und Filmstar.

    Foto: Guillaume Horcajuelo
  • DAVID HASSELHOFF: Der TV-Star („Knight Rider“, „Baywatch“) hat vor allem in Deutschland auch als Sänger Fans („Looking for Freedom“).

    Foto: Paul Zinken
  • DON JOHNSON: Der TV-Star der 80er („Miami Vice“) hatte auch musikalische Erfolge („Heartbeat“, „Tell It Like It Is“).

    Foto: David Maung/EPA
  • MARK WAHLBERG: Er war erst Hip-Hop-Star und Model, bevor er Filmstar wurde („Boogie Nights“, „Departed - Unter Feinden“).

    Foto: Paul Buck
  • WILL SMITH: Er machte eine Karriere vom Rapper (DJ Jazzy Jeff & The Fresh Prince) zum Hollywood-Star („Men in Black“, „I Am Legend“).

    Foto: Matt Campbell
  • ADAM HOROVITZ: Einer der drei Rapper von der legendären Hip-Hop-Band „Beastie Boys“. Auch als Schauspieler reüssiert der auch als „Ad Rock“ bekannte Künstler, z.B. in Noah Baumbachs Film „Gefühlt Mitte Zwanzig.“

    Foto: Andrew Gombert
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