Neue doppelstöckige Fahrradständer am Bahnhof
Wie kommt die Leeze bloß nach oben?

Münster -

Im Hamburger Tunnel und in Bahnhofsnähe sind jetzt doppelstöckigen Radständer aufgestellt worden. Aber wie kommt die Leeze bloß nach oben?

Samstag, 08.07.2017, 11:45 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 08.07.2017, 10:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Samstag, 08.07.2017, 11:45 Uhr
So kommt das Rad in die obere Etage.
So kommt das Rad in die obere Etage. Foto: Matthias Ahlke

So viel steht fest: Die Dinger erregen Aufsehen, im Hamburger Tunnel bleiben die Leute neugierig stehen, rütteln an den Aluminiumgestellen, die hier neuerdings Einzug gehalten haben: Rund um den Hauptbahnhof hat das Ordnungsamt nun die neuen doppelstöckigen Fahrradständer des niederländischen Herstellers Velopa aufgestellt.

Die städtische Tochter Westfälische Bau-Indutrie (WBI), Betreiberin vieler Parkhäuser, hat 1200 solcher Ständer gekauft und wird sie später in dem noch zu bauenden Fahrradparkhaus an der Ostseite des Hauptbahnhofs aufstellen. Doch wie gut lassen sich die neuen Parkgelegenheiten für die Leeze handhaben – besonders, wenn nur noch Plätze in der oberen Etage frei sind?

Das ist unsere Bedienungsanleitung:

Wie funktionieren die doppelstöckigen Fahrradständer am Hauptbahnhof?

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  • Rund um den Bahnhof stehen neue doppelstöckige Fahrradständer. Aber wie kommt die Leeze bloß nach oben?

    „Wenn man es erst einmal ausprobiert hat, ist es ganz einfach“, sagt Alexander Nienhaus, der die Doppelstockständer für uns ausprobiert hat.

    Hier ist unsere Bedienungsanleitung:

    Foto: Matthias Ahlke
  • Erstmal den Träger für das Rad herausziehen...

    Foto: Matthias Ahlke
  • ... bis es nicht weiter geht.

    Wichtig: Nur wenn die Schiene vollständig in die Gasse gezogen ist, lässt sie sich herunterklappen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Als nächstes den Träger auf den Boden drücken.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Dann das Vorderrad der Leeze unten in die Führung setzen, ...

    Foto: Matthias Ahlke
  • ... hochschieben und abschließen. Denn wenn das Rad erst in der oberen Etage steht, kommt man oft nur noch schwer an das Schloss.

    Wichtig: Hier machen manche den Fehler, das Rad von der Seite in das Gestell hieven zu wollen – und das kann bei nicht ganz so leichten Modellen etwas anstrengend sein.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Nun kann man den heruntergedrückten Ständer wieder hochziehen ...

    Foto: Matthias Ahlke
  • ... und mitsamt dem Fahrrad nach vorn schieben. Fertig.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Im Hamburger Tunnel und in Bahnhofsnachbarschaft stehen nun doppelstöckige Fahrradständer. Wer den Anweisungen der Piktogramme an den Ständern folgt, braucht keine große Kraftanstrengung, um das Rad auf den oberen Parkplatz zu bugsieren. Foto: Matthias Ahlke

„Wenn man es erst einmal ausprobiert hat, ist es ganz einfach“, sagt Alexander Nienhaus, der die Doppelstockständer für die WN-Redaktion ausprobiert hat.

Beim zuständigen Ordnungsamt gebe es zu den neuen Parkmöglichkeiten bislang wenige Nachfragen oder gar Kritik, erklärt Abteilungsleiter Norbert Vechtel. Den großen Vorteil der neuen Ständer sieht er darin, dass auf der begrenzten Fläche eben mal doppelt so viele Leezen Platz finden. 

Dass die Ständer nun teilweise den Blick auf das architektonisch reizvolle Fahrradparkhaus vor dem Hauptbahnhof versperren, müsse für die weitere Bauzeit in Kauf genommen werden, so Vechtel.

Bedienungsanleitung bisher noch auf niederländisch

Die Bedienungsanleitung heißt vorläufig noch niederländisch „Bedieningsinstructie“. Kleine Piktogramme erklären die Handhabung, geteilt nach „Aankomst“, also Ankunft und „Vertrek“, also Abfahrt.

Die niederländische Beschriftung der Tafeln werde noch ausgetauscht, erklärt Uwe Laurenz von der WBI. Er kennt die Ständer aus eigener Erfahrung als Pendler schon lange. In Rheine am Bahnhof stehen sie auch. Laurenz ist auch sehr zuversichtlich, dass die Fahrradständer so stabil sind, dass sie in einigen Jahren noch in das dann neue Fahrradparkhaus auf der Bahnhofsostseite umziehen können. „Sie sind aus Stahl gefertigt, und so gut wie unzerstörbar“, betont er. So ungewohnt in Münster der Anblick der Doppelstock-Ständer auf freier Fläche noch ist – in den Niederlanden gehören sie seit Jahrzehnten in vielen Orten zum Stadtbild.

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