Situation am Hauptbahnhof
Bahnhofstraße: Bebauung nicht absehbar

Münster -

Das ehemalige Tankstellen-Grundstück an der Kleinen Bahnhofstraße ist einer der Haupttreffpunkte der Bahnhof-Szene. Wann die Brache bebaut wird, ist derzeit vollkommen unklar.

Mittwoch, 26.07.2017, 19:07 Uhr

Szene-Treffpunkt: das frühere Tankstellengelände
Szene-Treffpunkt: das frühere Tankstellengelände Foto: kal

Das ehemalige Tankstellen-Gelände an der Kleinen Bahnhofstraße hat sich zum Dreh- und Angelpunkt der dort verkehrenden Obdachlosen-, Trinker- und Drogenszene entwickelt – sehr zum Leidwesen der Anwohner. Die Polizei geht allerdings davon aus, dass sich das Sicherheitsgefühl der Bewohner verbessern wird, sobald das Grundstück bebaut wird. Darauf werden die Anlieger allerdings wohl noch einige Zeit warten müssen.

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Zwar hat die Westfalen AG die auch zuvor von verschiedenen Szenen genutzte Tankstelle vor Monaten abgerissen. Wann dort die Bagger anrücken werden, steht jedoch in den Sternen. Ein Sprecher des Unternehmens teilte auf Anfrage unserer Zeitung mit, dass er derzeit keinen Termin für den Beginn der Bauarbeiten nennen kann. Gleichwohl betont er gegenüber unserer Zeitung, dass die Westfalen AG die „Sorgen der Bürger ernst nehme“ – und künftig das Grundstück einmal pro Woche von Unrat reinigen werde.

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Reaktion der CDU

Unterdessen hat die CDU in einer Reaktion auf unsere Berichterstattung mitgeteilt, dass das Thema Kleine Bahnhofstraße auf ihr Betreiben in den nächsten Sitzungen des Polizei- und des Ordnungsausschusses auf der Tagesordnung stehen wird.

„Es darf nicht einmal im Ansatz der Eindruck entstehen, in Münster würden rechtsfreie Räume geduldet. Die Sorgen der Anwohner müssen in jedem Fall ernst genommen werden“, betont CDU-Ratsherr Stefan Leschniok.

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Einsatz von Überwachungskameras

Gegen eine Vertreibung der Personen, die sich in der Bahnhofstraße aufhalten, hat sich Stadtrat Matthias Peck im Gespräch mit unserer Zeitung ausgesprochen. Damit werde das Problem nur an eine andere Stelle verlagert.

Zudem sprach sich Peck gegen einen möglichen Einsatz von Überwachungskameras aus. Die Szene würde ihnen ausweichen – und sich dann eben an anderer Stelle treffen.  

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