Wirtschaftsminister Pinkwart auf Tour
Nest der Digitalwirtschaft

Münster -

Im münsterischen Hafen arbeitet seit dem Frühjahr eine Brutstätte für die Digitalwirtschaft. Am Donnerstag deckten die jungen Gründer den Frühstücktisch für den neuen NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart.

Donnerstag, 27.07.2017, 13:07 Uhr

Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (r.) besuchte auf seiner Sommertour den „Digital Hub“ im münsterischen Hafen. Geschäftsführer Thomas Masella erklärt ihm, wie das Gründerzentrum organisiert ist.
Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (r.) besuchte auf seiner Sommertour den „Digital Hub“ im münsterischen Hafen. Geschäftsführer Thomas Masella erklärt ihm, wie das Gründerzentrum organisiert ist. Foto: Karin Völker

Jannick Weichert hat sich nach seinem Wirtschaftsinformatik-Studium in Münster selbstständig gemacht. Mit seinem Start-up „hochzehn“ modernisiert er Firmensoftware, berät Unternehmen bei der Digitalisierung. Links und rechts neben seinem schicken Büro mit gläserner Vorderwand arbeiten andere junge Gründer, und oft sitzen sie im zweiten Stock des „Digital Hubs“ im großen Foyer mit Blick auf den Hafen um einen großen Frühstückstisch. Am Donnerstag nahm dort der neue NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart Platz. Pinkwart besucht auf einer Sommertour innovative Initiativen und Unternehmen.

Konzentrationspunkt aus der Digitalwirtschaft

Erste Station in Münster ist der „Digital Hub“, ein Konzentrationspunkt für junge Gründer aus der Digitalwirtschaft des Münsterlandes. Seit März arbeitet der vom Land gefördert „Hub“ am Kreativkai. Geschäftsführer und Chefnetzwerker Thomas Malessa  – grauer Anzug, knallblaues Hemd, knallblaue Turnschuhe – führt den Minister herum.

Auch in Köln, Düsseldorf, Aachen, Bonn und im Ruhrgebiet fördert das Land ähnliche „Hubs“. Über dem münsterischen „Nest“ für die junge Digitalwirtschaft steht der gemeinnützige Verein „münsterLAND digital“, in dem sich zahlreiche Unternehmen der Region zusammengeschlossen haben. Sie können von den Gründungsideen des „Hubs“ profitieren, erklärt Matthias Günnewig von der Technologieförderung Münster, zugleich Mitglied des Aufsichtsrates im „Digital Hub“. Pinkwart geht in die Büros der jungen Unternehmer, lässt sich ihre Ideen erklären und die Gründe, warum sie hier eingezogen sind.

Nicht leicht, Büroflächen zu finden

Für Yannick Weichert ist die Antwort klar. Er kann sich hier mit anderen jungen Gründern austauschen, leichter Kontakte knüpfen und von gemeinschaftlich genutzter, innovativer Technologie profitieren, so etwa dem 3D-Drucker. Die drei-dimensionalen Türschilder an den Büros jedenfalls hat der Drucker akkurat gefertigt. Außerdem, sagt Malessa, ist es in Münster für junge Gründer nicht leicht, geeignete Büroflächen zu finden. Das „Digital Hub“ sei für die Startphase jedenfalls ideal, sagt Weichert.

Andreas Pinkwart, dessen Ministerium jetzt im Namen die Attribute Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie führt, nickt anerkennend. Den Hafen erkennt der Minister, der in den 80er-Jahren in Münster an der Uni studiert hat, nicht mehr wieder. Das Plakat vom Kreativkai mit der modernen Architektur des „Digital Hubs“, das Thomas Malessa ihm schenkt, passt noch in sein Büro.

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