Nach Entscheidung des Verwaltungsgerichts
Stadt Münster legt Beschwerde gegen Kita-Platz-Urteil ein

Münster -

Die Stadt Münster hat am Montag Beschwerde gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts eingelegt, einer Familie einen Kitaplatz in Münster zur Verfügung stellen zu müssen. Die Stadt werde die Begründung innerhalb der Monatsfrist an das Oberverwaltungsgericht als nächsthöhere Instanz schicken, heißt es in einer Pressemitteilung.

Dienstag, 01.08.2017, 06:08 Uhr

Aref Kaup und Kadisha Grosvenor – hier mit ihrem Sohn Leon – hatten vor dem Verwaltungsgericht Münster geklagt und Recht bekommen.
Aref Kaup und Kadisha Grosvenor – hier mit ihrem Sohn Leon – hatten vor dem Verwaltungsgericht Münster geklagt und Recht bekommen. Foto: Matthias Ahlke

Das Gericht hatte – wie berichtet – am 20. Juli mit einer einstweiligen Anordnung der Klage der Eltern Aref Kaup und Kadisha Grosvenor stattgegeben, die vom Jugendamt keinen Betreuungsplatz angeboten bekommen hatten, der ihren Erfordernissen entsprach. Die Stadt wird darin angewiesen, den Klägern, die in der Innenstadt wohnen, einen Betreuungsplatz im Umfang von 45 Stunden wöchentlich anzubieten, der in nicht mehr als 15 Minuten von der elterlichen Wohnung aus erreichbar ist.

Die Stadt hatte nach Auffassung des Verwaltungsgerichts nicht nachgewiesen, dass sie der Familie für den jetzt knapp eineinhalbjährigen Sohn keinen Platz in einer Einrichtung anbieten kann, die den Betreuungswünschen entspricht. Das aber muss eine Kommune nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts NRW belegen. Die Richter hatten in der Begründung des Urteils auch das Platzvergabe-Verfahren mithilfe des Kita-Navigators beanstandet.

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