Konifez-Worldcup
Die fliegenden Stoffsäckchen

Münster -

Stoffsäckchen-Weitwurf stand im Mittelpunkt des Konifez-Worldcups, der am Sonntag in Münster stattfand. Die Sportart stammt aus den USA.

Sonntag, 06.08.2017, 18:08 Uhr

Stoffsäckchen werden von den Teilnehmern des Konifez-Worldcups in Richtung eines Holzbretts geworfen.
Stoffsäckchen werden von den Teilnehmern des Konifez-Worldcups in Richtung eines Holzbretts geworfen. Foto: kel

Silke Witz hat sicherlich schon größere Schlachten geschlagen als am Sonntag auf dem Straßenfest an der Hammer Straße. Die amtierende Meisterin im Cornhole ist dennoch aus Ingelheim am Rhein angereist, um am zweiten Konifez-Worldcup teilzunehmen.

Normalerweise werden die Turniere in der Halle ausgetragen. Anders ist es bei diesem Wettbewerb, bei dem Spiel und Spaß im Vordergrund stehen. Über vier Stunden nehmen geübte und weniger geübte Protagonisten kleine Stoffsäckchen in die Hand und werfen sie in Richtung eines Holzbretts.

Konifez-Worldcup in Münster

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  • Säckchenweitwurf stand am Sonntag beim Konifez-Worldcup auf dem Programm. Foto: kel
  • Säckchenweitwurf stand am Sonntag beim Konifez-Worldcup auf dem Programm. Foto: kel
  • Säckchenweitwurf stand am Sonntag beim Konifez-Worldcup auf dem Programm. Foto: kel
  • Säckchenweitwurf stand am Sonntag beim Konifez-Worldcup auf dem Programm. Foto: kel
  • Säckchenweitwurf stand am Sonntag beim Konifez-Worldcup auf dem Programm. Foto: kel

Der zweite Konifez-Worldcup ist zugleich ein Jubiläumsturnier. Vor einem Jahr brachten Marvin Wanders und Florian Wintterlin das Wurf- und Geschicklichkeitsspiel Konifez auf den Markt. Ein sportliches Hauen und Stechen gibt es am Sonntag aber nicht. „Der Weltmeistertitel ist natürlich ironisch“, erklärt Wanders.

Der selbstständige Werbetexter Wanders und Promotionsstudent Wintterlin charakterisieren Konifez als eine veränderte Variante des US-amerikanischen Spiels Cornhole. Sie haben dieses Spiel einst über einen Bekannten kennengelernt, der es während eines Aufenthaltes in den USA regelmäßig gespielt hatte. Die Ziele der Gründer von Konifez sind ehrgeizig. „Wir wollen das Spiel über Münster hinaus bekannt machen und es in allen Parks und Gärten in Deutschland sehen“, sagt Wintterlin mit einem Augenzwinkern. Deshalb vertreiben die beiden Münsteraner das Spiel über ihren Onlineshop, wo es zur Abholung oder zum Versand angeboten wird.

Konifez läuft nach einfachen Regeln ab. Jedes Team besteht aus zwei Spielern und versucht, mit Futtermaisresten gefüllte Stoffsäckchen in das Loch eines Holzbretts zu werfen. Das Spiel erfordert ein wenig Übung, ist aber für jedermann geeignet.

Mit ihrem Produkt wollen er und Wintterlin vor allem Familien, aber auch Schulklassen und Firmen ansprechen. Sie verfolgen nebenbei auch einen sozialen und ökologischen Gedanken. Schließlich wird Konifez von Westfalenfleiß, einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung, aus nachhaltigem Holz hergestellt. „Es ist ein komplett lokales Produkt, das fair produziert wird“, erläutert Wanders. Sogar Besucher aus den USA, dem Herkunftsland des Spiels, seien von der Qualität begeistert gewesen.

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