Mövenpick-Management überrascht
AfD Münster bucht Konferenzräume für "privat"

Münster -

Die AfD hatte am Dienstag vor ihrer Wahlkampfveranstaltung in der Stadthalle Hiltrup Medienvertreter zu einer Pressekonferenz ins Mövenpick-Hotel eingeladen. Die Hotel-Leitung reagierte überrascht.

Donnerstag, 10.08.2017, 07:00 Uhr
Türschild im Mövenpick-Hotel.
Türschild im Mövenpick-Hotel. Foto: Oliver Werner

Auf dem Gang zu den hinteren Konferenzräumen des Mövenpick-Hotels hat sich ein kleiner Medien-Stau gebildet. Bernhard Zündel blickt irritiert in die Runde, dreht wieder ab und kehrt nach einigen Augenblicken zurück und fragt einfach mal, auf wen diese Pressemenschen hier eigentlich warten. Auf die AfD? Sollte er nicht wissen, an wen er seine Räume vermietet – als Hoteldirektor? „Das war eine private Buchung“, sagt Zündel wenig erfreut, und für eine Pressekonferenz sei der Raum auch viel zu klein.

Professor Meuthen ist ja bundesweit bekannt.

Cornelia Meyer zur Heide

Vor dem Hotel hat sich derweil ein knappes Dutzend Demonstranten eingefunden und steht mit aufweichenden Plakaten im westfälischen Nieselregen. Räume für die AfD zu finden, sei inzwischen ein echtes Problem, räumt der NRW-Spitzenkandidat der AfD, Martin Renner , ein. Deshalb der Trick mit der Privat-Buchung? Davon wisse er nichts, sagt Renner. „Professor Meuthen ist ja bundesweit bekannt“, wirft Cornelia Meyer zur Heide vom münsterischen AfD-Vorstand ein, und man ahnt, wie der Buchungsvorgang vonstatten ging.

"Würden Räume nicht für die AfD anbieten"

Bernhard Zündel bestätigt einen Tag nach der Veranstaltung, der Raum sei nicht für die AfD, sondern privat gebucht worden. Am vergangenen Freitag sei der Konferenzraum privat für den Mittwoch reserviert worden, nicht auf den Namen Meuthen, so Zündel. Am Montag dann sei diese Buchung auf Dienstag vorverlegt worden.

AfD-Wahlkampfauftakt und Protestkundgebung in Hiltrup

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  • Rund 250 Demonstranten protestieren vor der Stadthalle Hiltrup gegen den Auftritt des AfD-Parteisprechers Jörg Meuthen. Die Polizei spricht von etwa 250 Demonstranten. Das sind knapp so viele, wie vom Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ erwartet wurden. Foto: Oliver Werner
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  • Rund 250 Demonstranten protestieren vor der Stadthalle Hiltrup gegen den Auftritt des AfD-Parteisprechers Jörg Meuthen. Die Polizei spricht von etwa 250 Demonstranten. Das sind knapp so viele, wie vom Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ erwartet wurden. Foto: Oliver Werner
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Die AfD hatte zunächst in die Stadthalle Hiltrup zur Pressekonferenz geladen, dann aber eine Einladung für das Mövenpick-Hotel geschickt. Erst durch den Anruf von Medienvertretern am Dienstagnachmittag im Hotel sei er darauf aufmerksam geworden, dass die AfD hier eine Veranstaltung plane, erklärt Zündel und ergänzt: „Wir würden unsere Räume nicht für die AfD anbieten.“ Schritte gegen die Partei erwägt er aber nicht. Das Türschild am Veranstaltungsraum der Pressekonferenz wies nur auf den Namen Meuthen, nicht aber auf die AfD hin.

Problematische Raumsuche für AfD

Die AfD stößt in Münster auf der Suche nach Veranstaltungsräumen wiederholt auf Probleme, mehrmals sprangen Wirte nachträglich ab, nachdem Protest angekündigt worden war. Für das münsterische Bündnis gegen Nazis ist die privat getätigte Buchung der AfD im Mövenpick-Hotel ein „Zeichen dafür, wie sehr die Partei den Protest in Münster fürchtet“, so eine Pressemitteilung.

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