Wahlkampfauftakt von Sybille Benning
Vollbeschäftigung das Ziel

Münster -

Seit zwölf Jahren ist Angela Merkel die Kanzlerin, seit vier Jahren gehört Sybille Benning dem Bundestag an. Wenn es nach der münsterischen CDU-Bundestagsabgeordneten geht, dann soll sich bei der Bundestagswahl am 24. September daran auch nichts ändern. Sprich: Merkel soll weiter regieren, und Benning möchte wieder das Direktmandat im Wahlkreis Münster holen.

Samstag, 19.08.2017, 13:08 Uhr

Sichtlich wohl fühlt sich die münsterische CDU-Bundestagsabgeordnete Sybille Benning mit einem Merkel-Plakat in der Hand. Eine vierte Amtszeit der Kanzlerin ist für Benning das erklärte Wahlziel.
Sichtlich wohl fühlt sich die münsterische CDU-Bundestagsabgeordnete Sybille Benning mit einem Merkel-Plakat in der Hand. Eine vierte Amtszeit der Kanzlerin ist für Benning das erklärte Wahlziel. Foto: Oliver Werner

Auf jeden Fall präsentierte Benning beim Pressegespräch zum Start der heißen Wahlkampfphase eine lange Liste an Erfolgsmeldungen für die zurückliegende Legislaturperiode: keine neuen Schulden des Bundes, ein anhaltendes Wirtschaftswachstum, eine sinkende Arbeitslosigkeit bei steigender Beschäftigungsquote, ein um 15 Prozent gestiegenes Arbeitnehmereinkommen sowie 14 Prozent mehr Rente im Westdeutschland, in Ostdeutschland sogar noch mehr.

Umwelt- und Klimapolitik soll das Ziel Vollbeschäftigung nicht gefährden

Dem neuen Bundestag möchte die münsterische Christdemokratin allein deshalb schon angehören, weil sie dann die Chance hätte, aus direkter Nähe etwas zu erleben, was sich die Kanzlerin für die nächsten Jahre als Ziel vorgenommen habe: die Vollbeschäftigung.

Um dieses Ziel nicht zu gefährden, nannte Sybille Benning auch die Eckpunkte einer Umwelt- und Klimapolitik, an der sie mitwirken möchte: Festhalten am Atomausstieg, Ausbau der erneuerbaren Energien, aber auch „kein Kohleausstieg im Hauruck-Verfahren“.

Forschung in Münster kann bei der Energiewende helfen

Eine wichtige Rolle kommt bei der Energiewende dem Batterieforschungszentrum Meet in Münster zu. Dass dieses Zentrum in den vergangenen vier Jahren mit insgesamt 16,4 Millionen vom Bund gefördert wurde, darauf ist Benning stolz.

Ein wichtiges Ziel ist für die CDU-Frau auch eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. In diesem Zusammenhang nannte sie die Milliardensumme, mit der der Bund inzwischen den Kita-Ausbau plane. Als weitere Eckpunkte einer CDU-Familienpolitik nannte sie ein höheres Kindergeld sowie die Einführung eines Baukindergeldes.

Auf Nachfrage erklärte die Bundestagskandidatin, dass perspektivisch auch eine Aufwertung des Erzieherberufes einschließlich einer besseren Bezahlung unausweichlich sei. „Qualität hat ihren Preis.“ Die SPD-Forderung nach einer gebührenfreien Kita, diesen Seitenhieb konnte sich die Christdemokratin nicht verkneifen, sei in diesem Zusammenhang kontraproduktiv.

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